Neues zur Preiserhöhung bei Immonet
Über die vor zwei Tagen bekannt gewordenene Preiserhöhung bei Immonet waren bisher nur Gerüchte im Umlauf. Hier nun ein paar Fakten die ich in Erfahrung bringen konnte und die ich hoffentlich alle korrekt wiedergebe. Details zum neuen Tarifmodell wurden mir jedoch noch nicht (offiziell) genannt. Ich bin mir aber sicher, dass das nicht mehr lange dauern wird.
Die Preiserhöhung soll nicht als reine Anhebung der bisherigen Tarife betrachtet werden, sondern als einer von 3 Entwicklungsschritten in diesem Sommer. Der zweite Teil ist die Steigerung der Reichweite, der dritte Teil der Ausbau der Produkte.
Mit dem Facelift im Frühjahr wurde Immonet bereits auf Endkunden-Seite optisch und technisch verbessert. In den nächsten Wochen soll auch für die professionellen Immobilienanbieter der Funktionsumfang deutlich erweitert werden. Der Anbieterbereich soll vollständig überarbeitet werden.
Die Steigerung der Reichweite ist die zweite Säule. Im Januar 2005 lag Immonet bei 242.000 Unique Usern, im Februar 2008 bei 1,5 Millionen. Über die Anbindung an diverse Printmedien werden 15 Millionen Menschen erreicht. Hier natürlich der Hinweis, dass solche Reichweitenzuwächse nur durch Investitionen erreicht werden können.
Die Umstellung der bisherigen Tarife, die über 5 Jahren stabil waren, soll also als einer von drei Teilen und nicht isoliert betrachtet werden. Von der feineren Einteilung der Objektklassen (siehe erster Beitrag in den Kommentaren) sollen vor allem kleinere Unternehmen mit wenigen Objekten profitieren. Für sie wird die Insertion günstiger. Hier bezieht man sich klar auf die kürzlich veröffentlichte ImmoStudie 2008, die belegt, dass etwa 75% der gewerblichen Immobilienanbieter mit bis zu 5 Mitarbeitern zu Kleinst- und Kleinunternehmen zählen. Diese sollen mit den neuen Tarifen entlastet werden.
Die Beiträge für mittlere und große Kunden werden nach oben angepasst. Die Tarife sollen jedoch so flexibel sein, dass nur die Objektzahl abgerechnet wird, die auch tatsächlich aktiv geschaltet war.
Dann warten wir mal auf Details zum neuen Preismodell.
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15 Kommentare
Ob Preiserhöhungen gerechtfertigt sind oder nicht, darüber kann man natürlich immer streiten; ob es allerdings in der Wirtschaft gängige Praxis ist, erst zu nehmen, um dann irgendwann mal Verbeserungen(?) zu liefern, dass darf oder muss wohl in Frage gestellt werden- Zumindest wenn man seine Preiserhöhungen mit Zukunftsentwícklungen begründet, geht die Entwicklung der Preispolitik m.E. völlig fehl.
Schon merkwürdig so manches Portalverhalten …
Moin! Also, ich kann das mit der Preiserhöhung schon nachvollziehen. Der Konzern investiert ja nun endlich mal in richtige Computer (”Axel Springer AG stellt Arbeitsplatzsysteme konzernweit auf Apple um” http://www.axelspringer.de/inhalte/pressese/inhalte/presse/6242.html ). Ergo wird alles endlich besser. Ergo, hohe Kosten für neue Geräte (”Billich nix gut”, wie Putzfrau immer sagt) und für die halbe Belegschaft (”Der Schock sitzt tief”, Hamburger Abendblatt) Mental- und Psychotrainings. Das will bezahlt sein! Da dürfen wir halt mit unseren Solidarbeiträgen nicht so knauserig sein, näch. Allerdings habe ich die Begründung von HerrnDr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, für diesen Paradigmenwechsel nicht so recht nachvollziehen können :)
@Ralf, guggst Du hier in den Kommentaren. Da sagt Dir Döpfner sogar persönlich, warum gewechselt wird.
http://www.immobilienportale.com/2007567-iphone-immobiliensuche/#comment-6374
Ja, nun , ne , issschonklar, Herr Herold. Der Mann hat mein Statement von vor fünfzehn Jahren (15!) irgendwo ausgegraben. Sei’s drum. Nur watt ich nicht begreife, sind die Begriffe “…Kreativität, Innovation, Ästhetik, Spass an der Arbeit…” in Relation zu Springer! Da fragt man sich doch , Psychose oder Drogenkonsum. :-)
Mich würde ja interessieren, was bei der Immostudie rausgekommen wäre im Punkt Kundenzufriedenheit, wenn Immonet da schon erhöht gehabt hätte. Ein Schelm wer denkt, die haben noch die Studie abgewartet.
Es wird hier auch seitens Immonet nur von Kundenzufriedenheit gesprochen. Wurden wir Makler eigentlich gefragt, wie zufrieden wir mit Immonet sind.
Schließlich gehören wir auch zu dem Kundenstamm.
Guten Morgen in die Runde, wenn ich denn im gleichen Atemzug für die Preiserhöhung bei Immonet & Scout24, auch eine Garantie bekomme dass sich mein Umsatz entsprechend verdoppelt, habe ich kein Problem mit einer Preiserhöhung. Da mit diese Garantie von Immonet verweigert wurde, werde ich wohl Immonet kündigen und mir Alternativen suchen müssen.
Kundenzufriedenheit und Reichweite, erläutert in teuren Hochglanzbroschüren hin oder her - Preiserhöhungen in dieser Größenordnung leistet sich zurzeit keine andere Branche. Scout hat da wohl eine Tür aufgestoßen, durch die jetzt noch einige andere auf Maklers Kosten stürmen werden. Ich habe Immonet nach jahrelanger Treue jetzt gekündigt. Mal sehen, was an Neukundenangeboten dann kommt. Ansonsten wird eisern auf die eigene homepage gesetzt (bringt eh am meisten Kontakte!) und bei den Portalen die Objektanzahl reduziert. Da setzen wir eben auf Rotation!
@beobachter
immowelt hat doch letztlich schon einmal erhöht. Wenn auch wesentlich verhaltener. Aber man wird hier auch bestimmt noch einmal “nachfassen”. Denn sonst werden die beiden anderen zu finanzstark, und hängen immowelt mit einem hohen Marketingetat ab.
Lagler hat definitiv Stärken. Aber in manchen Bereichen nicht die Menge an Anfrage, die die drei Großen liefern können.
@Lenker:
Da stimme ich Dir zu…
Ich verstehe eh nicht, warum alle nun wieder “jammern”. Das Thema war doch schon bei der IS24-Preiserhöhung. Alle haben von Kündigung gesprochen und viele haben sich dann doch nicht getraut?! Jetzt geht die alte Leier wieder von vorne los :-(
Günstigere und gute Portale (Hanse, Immopool, div. regionale Portale etc.) gibt es nun wirklich genug, aber es müssten halt mehr Marktteilnehmer/Makler handeln.
Bezüglich der “Menge an Anfragen” sehe ich es aber etwas anders: Was bringt z.B. eine Villa-Anfrage von einem “übergelaufenen FriendScout-User” oder einem “BILD-Leser”? Qualität oder doch nur Quantität? Man muss hier auch den eigenen Arbeitsaufwand und die Kosten betrachten!
Ganz einfach Michael,
das jammern ist des Maklers Lust. :-)
Nein, Spaß beiseite. Dieses Jammern ist nicht spezifisch, sondern ein deutsches Kulturgut.
Nach “Immobilienmafia24″ jetzt “immonepp” (hier übrigens weniger Nachfrage für fast genausoviel Geld - also raus), da gibt es nur eine Lösung: Leute, raus aus den Portalen, Werbung für die eigene Homepage und rein in das Portal von Makler für Makler: immobilien-hanse.de.
Wir boykottieren seit der Preiserhöhung Immobilienmafia24 und werden es bei der nächsten Erhöhung mit “immonepp” genauso machen.
“ImmobilienMAFIA24″ und dann dort 200 Objekte inseriert?
http://www.immobilienscout24.de/de/finden/RequestDispatcher.jsp?attr0=12&attr1=0&attr9=78120&portalAction=go
Widerspricht sich das nicht? Kosten nicht 80 Objekte schon 672 Doppelmark pro Monat? ;-)






Tja, in der ImmoStudie steckt so Einiges drin, muss ich sagen. WEnn man den Ergebnisbericht mal so richtig durchliest, muss mann wirklich über die WErbeaussagen vom ImmoScout lächeln / den Kopf schüttteln… wo nehmen die eigentlich noch die Arroganz her??? Bei Kundenzufriedenheit und Kontaktqualität schon hinter Immonet und bei den Vertragsabschlüssen auch nur knapp vorn. Und dann zig mal so teuer wie Immonet? Wie heißt es immer so schön - wichtig ist was hinten raus kommt?! Dann wollen wir mal sehen, wie die Preis udn Leistungen tatsächlich im Vergleich aussehen. Das wird eng