Nestoria Deutschland gestartet

Der deutsche Ableger der britischen Immobiliensuchmaschine Nestoria wurde gerade aus dem Betatest in die Öffentlichkeit entlassen.
Sieben Immobilienportale (ImmobilienScout24, Immonet, Kalaydo, sueddeutsche.de, MyImmoworld, S-Immobilien und 1a-Immobilienmarkt) aus Deutschland sind zum Anfang mit dabei. Damit lassen sich schon jetzt über Nestoria mehrere 100.000 Objekte durchsuchen. In der kommenden Woche solle weitere Partnerportale folgen. Außerdem wird noch nach weiteren Partner gesucht.

Nestoria Deutschland ist neben UK, Spanien und Italien das vierte eurpäische Land mit einem eigenen Ableger. Für den Anfang, so Mitgründer Ed Freyfogle, kann es sehr gut sein, dass noch nicht alles perfekt funktioniert. Man müsse wie auch in den anderen lokalisierten Seite, viel von den Besuchern lernen.

Wer auf immobilienportale.com nach Immobilien suchen möchte, kann das in Zukunft über die gebrandete Version tun. Ein Suchschlitz gibt es neben der normalen Blogsuche.

12 Kommentare zu “Nestoria Deutschland gestartet

  1. Das mit der “gebrandeten” Version gefällt mir. :-)

    Generelle Frage: Könnte eigentlich irgendein Portal wie Is24 rechtlich verhindern, daß ein Dienst wie nestoria ihre Daten verwendet ?

  2. Das können sicher nur Rechtsanwälte und die Portale (die sich mit dieser Frage beschäftigt haben) beantworten. Hier hab ich was dazu für die Schweiz. Im Fall von Nestoria werden die Anzeigen ja nicht gecrawlt (s. Interview), sondern von den Partnerportalen über Schnittstellen bereitgestellt.

  3. Hallo “Herr Herold”,

    im Geltungsbereich des deutschen Rechts könnten sie schon. Aber ich denke, unter Druck des Marktes und der Kunden wäre das nicht angeraten. MEIN Interesse kann es nicht sein, dass ein Portal meine Angebote ‘bunkert’.

  4. Mal reingeschaut. Und ‘klick’ , gleich wieder weg. Schlecht Jungs, ganz schlecht. Glatte 5- . Nachsitzen !
    Nestoria macht hier die gleichen ignoranten Fehler, wie die schlechten Immobilienportale: Es hört den Kunden einfach nicht zu. Es gibt scheinbar keinerlei Umkreissuche wie bei IS24, noch nicht einmal eine die holprige PLZ-gestützte Suche wie Immonet. Stattdessen belehrt mich das System bei der Suche nach Haus/Kauf/Hamburg “Die Region ist recht gross!
    Wählen Sie eine Hamburg Region für Immobilien zum Kauf: Altona Hamburg Nord Bergedorf Harburg Eimsbüttel Wandsbek Hamburg Mitte”
    Was mach ich denn nun als Suchender wenn ich gar nicht weiß, wo Altona anfängt und Nord aufhört oder Eimbüttel noch knapp mit reinrutscht. Oder wenn ich als Zuziehender wissen will , welches Angebot es im 5 km Radius zu meinem neuen Arbeitgeber am Mexicoring 13 gibt. Die Adresse ist das einzige, was ich von Hamburg kenne. Bergedorf Harburg Wandsbek sind Begriffe, mit denen ich nichts anfangen kann.
    Fast 87 % der von auswärts zuziehenden Kunden orientieren laut Befragung ausgehend von bekannten Fixpunkten wie Arbeitgeber , Studienort , Wohnung von Bekannten. Innerhalb der Stadt wir im Schnitt in einem Radius von 6 km gewechselt. Die Neuorientierung passiert auch primär radial und nicht VON Wandsbek NACH Bergedorf.

  5. Hi Ralf,

    danke für die konstruktive Kritik. Sie erwähnen ein Paar interessante Punkte. Eine Sache möchte ich allerdings aufklären, Nutzer sind keine Kunden. Neulich habe ich darüber auf TechCrunch geschrieben:
    http://uk.techcrunch.com/2008/08/12/web-analytics-faux-pas/

    PLZ-Suche geht bereits, wie Sie zum Beispiel hier sehen:
    http://www.nestoria.de/immobilien/kaufen/20146

    Dennoch wissen wir, dass wir noch viel darüber lernen mussen wie deutsche Nutzer typischerweise suchen. Die nächsten Monaten werden interessant sein. Über weiteren Feedback freuen wir uns.

  6. Hallo Ed, guten Abend !

    Nutzer (user) SIND Kunden ! Definitiv! Warum sollte ein User bei bei Nestoria reinschauen, wenn er nicht etwas erwerben will? Eure User sind also meine Kunden. Ich bin Kunde von ImmobilienScout. Immobilienscout ist Kunde von Nestoria.
    Ich bin unter anderem deshalb Kunde von Immobilienscout, weil dieser Dienstleister eine bestimmte Qualität bietet, die meine Kunden wiederum von mir und meinen Produkten erwarten. Erhalte ich diese erwartete Qualität nicht mehr, überdenke ich mein Engagement bei diesem Dienstleister was möglicherweise zu Folge hat, dass ich meinen Vertrag kündige, was zur folge hat, das meine Objekte dort und damit auch bei Nestoria nicht mehr zu Verfügung stehen.

    Die hier oben von mir genannten %-Zahlen stammen nicht von irgendwelchen externen Untersuchungen, sondern sind das Ergebnis UNSERER Kundenbefragungen, also dem tagesaktuellen Dialog, den wir mit unseren Kunden führen.

  7. Lieber Ralf,
    ich möchte Dir gern unser, gerade in der Beta-Phase befindliches Immobilienportal Questim (http://www.questim.com) vorstellen. Die Punkte, die Du in Deinem Beitrag angesprochen hast, sehen wir ebenso als Herausforderung für eine intuitivere Bedienung.

    Questim nutzt deshalb die Karte als echtes Suchelement: Suchparameter einmal vorgegeben, “stöbert” man damit durch Angebote, indem man die Karte zieht oder scrollt. So lassen sich Objekte auch über Stadtviertel-Grenzen hinweg entdecken.

    Eine OpenImmo-Schnittstelle zu Questim bereiten wir gerade vor — so kurz nach unserem Start sind daher bislang erst eine Handvoll Objekte inseriert.

    Wir freuen uns immer über Anregungen!

  8. Gut, daß Ihr mich habt und ich es erklären kann. :-)

    Für den Immobilienmakler stimmt die @Probst´sche Meinung zu 105%. Für ein (Immobilien-)Portal sind eigentlich die (nicht zahlenden) User/Nutzer die KUNDEN; sie werden angesprochen. Findet “Kunde User” das Portal “gut”, lohnt sich für den Makler, dort Werbung zu schalten (Immobilienanzeigen “einzustellen”).

    ScoutWelt.net & Co. umwerben im TV und Radio vernünftigerwweise nicht die Makler, sondern die User. Ddie Nutzer sind die Kunden eines Portals und DEREN Zufriedenheit entscheidet über die Nutzung und damit den Nutzen für den (zahlenden) “Werbe-”Makler. Parallele zum sog. “Free-TV”: Dort sind die Kunden die Zuschauer, obwohl die werbenden Firmen die chose finanzieren.

  9. Nee, herold, die Kunden der Portale sind die Einsteller (Makler/Privatinserenten), die USER sind nur Nutznießer, die bei entsprechender Anzahl, die Preise für die Kunden/Inserenten in die Höhe treiben.

    Deshalb sind Portale und deren Entwicklung i.d.R. auch nicht wirklich als kundenfreundlich, sondern als userfreundlich einzustufen – wobei natürlich jeder Entwicklungen anders empfindet und beurteilt.

  10. Pingback: Nestoria in Australien gestartet

  11. es scheint dass Nestoria.de seit gestern nicht mehr über immoscout24 sucht :(.
    Weißt jemand Bescheid was los ist?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>