Real Estate Connect San Francisco 2006

Gestern startete in San Francisco die Real Estate Connect Conference 2006, eine der wichtigsten Konferenzen der Immobilienbranche in den USA, bei der neue Technologien und Innovationen im Vordergrund stehen. Ein großer Schwerpunkt liegt dabei im Online Marketing. Workshops und Vorträge zu Internet-Strategien für Immobilienmakler, Usability von Immobilienportalen, Adwords-Kampagnenmanagement, Einsatz von Blogs im Immobilienmarketing oder neue Technologien und Trends füllen das 3-tägige Programm.

Auch spezielle Workshops für Softwareentwickler stehen auf dem Programm. So redet z.B. auch Rob Malda, Gründer der Open Source Plattform Slashdot, oder Chandu Thota, Softwareentwickler bei Microsoft. Google und Yahoo stehen auch mehrmals auf der Rednerliste. Der ein oder andere Workshop ist Sponsored by Google. Microsoft ist z.B. mit Virtual Earth Manager Steve Lombardi vertreten.

Wer mehr über die Real Estate Connect 2006 lesen oder sehen möchte, sollte bei Technorati oder Flickr nach ConnectSF suchen.

Google Base und die Immobilien in den USA

Googles Kleinanzeigensparte Google Base ist in Deutschland erst vor wenigen Monaten an den Start gegangen, die Immobiliensuche befindet sich noch immer im Aufbau. In den USA sieht das ein wenig anders aus. Dort sind bereits knapp 100.000 Immobilien im Angebot, die Suchfunktion verfügt über mehr Möglichkeiten zur Einschränkung der Ergebnisse und auf Stadtebene werden alle Objekte über Google Maps dargestellt. Im deutschen Google Base sind heute knapp 20.000 Objekte vorhanden.

Google Maps auf Immobilienwebseiten

Ich wollte nochmal drauf hinweisen, dass Googles Kartenmaterial Google Maps auch kommerziell frei einsetzbar ist. Gerade für Immobilienwebseiten wunderbar geeignet um Immobilien-Standorte zu kennzeichnen oder die nähere Umgebung über die Satelitenbilder darzustellen. Auch Anfahrtsbeschreibungen lassen sich mit Google Maps wunderbar verwirklichen. Alles ganz komfortabel über die Google Maps API. In der Vergangenheit gab es ja oft Abmahnungen wegen unerlaubter Verwendung von lizensierungspflichtigen Kartenmaterial. Darüber muss man sich bei der Verwendung von Google Maps keine Gedanken machen. Einzige Einschränkungen: Die Dienste, für die Google Maps verwendet werden, müssen kostenlos für jeden zugänglich sein. Wer für den Einstieg ein gutes Tutorial sucht, dem kann ich das Google Maps API Tutorial von Mike Williams empfehlen.

Mehr Immobilienportale in Google Base

Meine Beobachtung von heute Nacht war scheinbar nicht ganz korrekt. Zumindest hat sich bei einem erneuten Besuch einiges getan. Man findet nun nicht mehr nur Objekte von einem Portal, sondern schon von zweien. Diesmal sind es reedb.com und blueHome.com. vermietung-online.de ist nicht mehr zu finden. Die Anzahl der Objekte ist von gestern 14.900 auf 15.500 gestiegen. Ich vermute mal, dass sich bei Google nun einiges tut in die Richtung. Mich würde es nicht wundern, wenn in den nächsten Tagen auch große Portale wie ImmobilienScout24 oder Immonet dort auftauchen würden. Im deutschen Google AdSense Blog wurde auch gerade erst auf die BulkUpload Funktion hingewiesen.

Erstes Immobilienportal hat Google Base entdeckt

Alle paar Wochen schaue ich mal bei Google Base, dem Kleinanzeigendienst von Google, rein um zu sehen, ob sich dort in Richtung Immobilien etwas tut. Und siehe da, heute sind in der Rubrik Immobilien das erste Mal knapp 15.000 Objekte zu finden. Allerdings nicht von einem der großen Portale wie ich eigentlich erwartet hatte, sondern von einem mir bisher unbekannten Portal namens vermietung-online.de. Ich würde ja gerne mal wissen, wieviel Traffic durch diese Maßnahme auf die Seite gelangt. Bisher habe ich noch keine Anzeige davon in den normalen Suchergebnissen gefunden. Auf jeden Fall eine kostenlose Möglichkeit der Objektvermarktung mit einer enormen Reichweite.

Mal was anderes – Immobiliensuche über interaktive Karten

Derzeitig stellen alle Immobilienportale ihre Ergebnislisten in ähnlicher Weise dar. In Listenform, sortierbar nach verschiedenen Kriterien, mit den wichtigsten Informationen und meistens noch einem Bild als Vorschau.
mymaps24.de
Einen neuen Weg versucht nun mymaps24.de zu gehen. Auf Basis von Immobilienangeboten von Immobilienscout24 stellt mymaps24.de die Objekte in interaktiven Karten dar. Ein Interessent hat dabei die Möglichkeit sich direkt in die Städte zu zoomen in denen Objekte im Angebot sind, oder die Suchfunktion zu benutzen. Über kleine Häuser-Symbole werden Immobilienangebote gekennzeichnet. Rechts neben der Kartenansicht werden weitere alternative Objekte in der Umgebung gelistet.

Realisiert wurde das Projekt mit dem Kartenmaterial von Google Maps. Die benötigten Geodaten zu den Immobilien werden scheinbar direkt von Immobilienscout24.de bereitgestellt.

Auch wenn es auf den ersten Blick den Anschein macht, dass Immobilienscout24 hinter diesem Projekt steckt, so unterstreichen die Entwickler in ihrem Blog, dass es sich bei mymaps24.de um ein privates Projekt ausserhalb der Scout-Gruppe handelt.

In Zukunft soll das Angebot noch erweitert werden. So könnten z.B. auch Hotels auf den Karten dargestellt werden. Ein ähnliches Projekt läuft schon länger auf housingmaps.com für den US-Markt. Auch das US-Immobilienportal zillow.com baut die gesamte Immobiliensuche auf interaktive Karten auf. Hier werden allerdings Karten von Navteq verwendet. In der Bedienung sind sie allerdings Google Maps sehr ähnlich. Zoomt man hier allerdings bis auf die höchste Ebene der Satelitenkarte, werden Immobilien gleich entsprechend für den Verkauf mit Preis gekennzeichnet.