Web3B Studie – oder auch wie man es sehen will?

Es ist mal wieder so weit. Eine neue Studie zur Benutzung der verschiedenen Immobilienportale ist erschienen. Das Hamburger Marktforschungsinstitut Fittkau & Maaß, hat eine 12 monatige Studie veröffentlicht.

Ergebnis dieser Studie ist, daß 80% der Internetbenutzer für Ihre Suche den Marktführer Immobilienscout24.de nutzen. Immonet liegt mit 32,9% auf Rang 2 und Immowelt mit 24,2% auf dem dritten Platz.

Auf die Frage wie der User die Immobilien findet, antworteten 31,9% durch das Internet und 28,1% durch die Tageszeitung.

Eine Studie ist ja immer wie ein Puzzle. Es besteht aus vielen Einzelteilen. Wenn man sich die Strategien der Portale anschaut, stellt man fest, dass sie unterschiedlich sind. Immobilienscout24 setzt rein auf das Internet. Im Gegensatz dazu nutzen Immonet und Immowelt ihre Kooperations bzw. Gesellschafter um das Thema Crossmedia weiter auszubauen.

Denn die Portale Immonet und Immowelt bestehen nicht nur aus einem Portal oder einer Seite, nein es sind Geflechte aus dutzenden Portalen. Jede Tageszeitung ist ein eigenes “Portal” aber im Netzwerk des Dachportals. Das bedeutet, der User weiß oft gar nicht das er sich bei Immowelt oder Immonet befindet, da er sich die Immobilien bei einer Tageszeitung anschaut, die aber zum Mediennetzwerk gehören.

Deswegen vermute ich, daß der Abstand wie er hier dargestellt wird, gar nicht mehr zutrifft. Auch werden die Auflagenzahl der Crossmedia Partner, wie zum Beispiel die Bild-Immobilienanzeigenblätter gar nicht in der Statistik mit aufgeführt. Diese Reichweite geht komplett unter.

Aber am Ende entscheidet nicht die Page Impression Anzahl, sondern der Umsatz bzw. der Gewinn über die “Größe”.

Interessant wäre mal zu Erfahren ob man diese Studien sponsern bzw. in Auftrag geben kann?

Immobilienscout24 API für Softwareentwickler

Ich bin vorhin durch einen kleinen Zufall auf eine Seite bei Immobilienscout24.de gestoßen, die Informationen zur Anmeldung und Nutzung der Immobilienscout24 API (Application Programming Interface) bereitstellt.

Ich war erstmal total überrascht, denn die API bietet einen standarisierten Zugriff auf große Teile der Immoscout-Services. Darunter sind u.a. Ergebnislisten nach frei definierbaren und kombinierbaren Suchkriterien über kombinierbare Scout-Accounts und Börsen, Exposes mit Zugriff auf alle Bilder, Kartenmaterial, Kontaktinformationen, Geodaten von deutschen Adressen, Zugriff auf die Länder-Hierarchien (Kontinent, Land, Region, Landkreis, Stadt, Stadtteil etc). Alle Zugriffe und Kontaktanfragen erscheinen in der Statistik im Immoscout-Anbieterbereich, es können sogar die Kontaktanfragen und Empfehlungen direkt über den Webservice abgewickelt werden.

Für den Anfang erhält man ein ZIP-Archiv mit drei PDF-Dateien und fünf XSD´s. Die PDF´s sind die Nutzungsbedingungen, die API-Dokumentation über 21 Seiten und die technische API-Dokumentation über 109 Seiten. Die XSD´s definieren diverse Datentypen. Außerdem gibt es zwei Codebeispiele als seperaten Download. Einmal in Java und einmal in PHP.

Um auf die Webservices zugreifen zu können, muß man sich erstmal registrieren. Mit der Bestätigung erhält man dann einen API-Key (wie bei Google, Amazon, Ebay, etc), der eine Anwendung eindeutig identifiziert. Zusätzlich wird man automatisch beim API-Newsletter angemeldet, der über Änderungen informiert. Innerhalb von 24 Stunden dürfen pro API-Key maximal 10.000 Requests ausgeführt werden. Zum Testen der fertigen Anwendung gibt es eine Sandbox.

Laut der History im API-Handbuch ist Version 1.0 bereits im November 2005 erstellt worden. Ich frage mich, ob die API schon die ganze Zeit öffentlich ist. Vielleicht ist das ja auch schon ein alter Hut. Das ist auf jeden Fall eine richtig gute Sache, die ich bei anderen deutschen Portalen noch nicht in diesem (auch nur ansatzweise) Umfang gesehen habe.

Alle Informationen und auch ein paar Referenzprojekte gibt es auf api.immobilienscout24.de

Da hat jemand viel vor

Vorhin ist mir bei Bloglines ein Text über den Weg gelaufen, den ich sehr lustig fand. Roland, wer auch immer er ist, hat ein paar Ideen für neue Projekte aufgeschrieben. Darunter ein Immobilienportal. Unter den aufgeführten Punkten findet man z.B. “immobilienscout24 konkurenz machen (warum? ist doch ganz klar->langweiliges design, wenig funktional und erst die gallery funktion)” oder “verbesserung von http://www.trulia.com/NY/New_York/ kopieren (nicht vergessen ideen von anderen immo seiten klauen)”.

Auch wenn das mit der Immobilienscout24-Konkurrenz etwas gewagt ist, so finde ich die genannten Punkte auf jeden Fall sehr gut. Wie Roland ja selber sagt ist das nichts neues (trulia.com, zillow.com, immo.search.ch etc). In Deutschland gibt es aber meines Wissens nur ein Portal, was sich in diese Richtung bewegt und das ist MapIts (beta), welches vor einiger Zeit noch MyMaps24 hiess.

Immobilien bei Ebay

Gibt es eigentlich Immobilien-Standardsoftware, die einen Import bei Ebay ermöglicht? Bisher habe ich noch keine gefunden. Dabei ist die Ebay-API wirklich umfangreich dokumentiert und der Entwickler-Support sehr gut. Allerdings habe ich auch gehört, daß bei Ebay bereits an alternativen Schnittstellen (OpenImmo) gearbeitet wird. Vielleicht ändert sich die mangelde Unterstützung dann ja. Der Immobilien-Bereich bei Ebay umfasst ja nun auch schon mehrere tausend Objekte im In- und Ausland und eine Anzeige dort lohnt sich bei dem hohen Traffic und der guten Suchmaschinen-Präsenz sicher.

Was ist los beim IVD?

Gerade gaben die Immowelt AG und der RDM-Landesverband Saarland den Beginn einer strategischen IT- und Internetpartnerschaft bekannt, bei der ein Rahmenvertrag die Nutzung von Immowelt-Produkten beim RDM Saarland regelt. In der Pressemitteilung werden unter anderem die Vorteile der crossmedialen Verzahnung von immowelt.de und diversen regionalen Tageszeitungen betohnt, bei der Online-Anzeigen problemlos in Printmedien übertragen werden können.

Jetzt muss man sich fragen, was ist los beim IVD? Fakt ist, der Landesverband RDM- Saarland ist Mitglied im IVD-West. Der Axel-Springer-Verlag und der IVD-Bundesverband betreiben zusammen das Immobilienportal Immonet.de.

Einigkeit sieht etwas anders aus! Warum schert ein Landesverband aus und kooperiert mit einem Konkurrenzunternehmen? Aus Sicht des Landesverbandes, sicherlich aus gutem Grunde. Die Saarbrücker Zeitung ist der Platzhirsch im Saarland und gleichzeitig Medienpartner der Immowelt. Von daher gesehen ist Immonet im Nachteil was dieses Bundesgebiet betrifft.

Doch nichts desto trotz – ist dies ein Imageschaden für Immonet? Besonders glücklich wird man bei Immonet und beim IVD-Bundesverband bestimmt nicht sein, wenn ein Landesverband quer schießt. Die Immowelt AG wird es sicherlich freuen, dem Mitbewerber einen kleinen Stoß versetzt zu haben.

Immobilien-Preisspiegel für über 600 Städte

Die Landesbausparkassen haben die kostenlose 50-seitige Broschüre Markt für Wohnimmobilien herausgegeben, die einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Zahlen zum Wohnungsmarkt ermöglichen soll. Neben kurzen Analysen zu Teilmärkten wie Eigenheime, Eigentumswohnungen und Bauland, enthält das Heft auch aktuelle Daten zur Bautätigkeit, zum Wohnungs- und Vermögensbestand sowie zur Wohneigentumsbildung. Außerdem gibt es einen Immobilien-Preisspiegel für über 600 Städte.