Immonet mit neuer Suchergebnisliste

Seit dem Wochenende hat Immonet eine neue Suchergebnisliste freigeschaltet. Die neue Ansicht bringt mehrere grundlegende Änderungen mit sich, darunter auch eine neue Kachel-Darstellung, die ich bisher noch bei keinem anderen Immobilienportal gesehen habe.

Hier mal eine kleine Übersicht der wichtigsten Features bzw. Veränderungen die mir aufgefallen sind.

Ins Auge sticht die neue Anordnung der Sucheinstellungen oberhalb der Suchergebnisse. Diese Verschiebung gab es bereits mit der Einführung der neuen Suchergebnisliste bei ImmobilienScout24 im Mai. Bei ImmobilienScout24 verschwinden die Suchfilter allerdings sobald die Suchbox wieder eingeklappt wurde. Man sieht nicht wonach gesucht wird. Bei der Immonet-Suchbox sind die wichtigsten Parameter sowie die ausgewählten Facetten der Suche weiterhin sichtbar.

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Neu ist außerdem die prominentere Platzierung der Merken-Funktion und direkt daneben die Möglichkeit einzelne Objekte auszublenden. In der Listenansicht klappen die Objektinformationen ein in eine Mini-Ansicht.

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Auch die größeren Objektbilder machen sich positiv bemerkbar. Die größte Veränderung befindet sich jedoch in der Kachel-Darstellung auf die der Benutzer zur Zeit explizit umschalten muss. Das passiert über das kleine Kachel-Icon rechts neben der Sortierfunktion.

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In der Kachel-Ansicht gibt es keine Sidebar mehr. Die Darstellung unterteilt sich in Kacheln unterschiedlicher Größen. Von der normalen Objektkachel, die vier Mal in eine Zeile passt, über Content- und Werbekacheln.

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Soweit erst mal zu den wichtigsten Änderungen die mir sofort ins Auge gesprungen sind. Das Exposé wurde bei diesem Update noch nicht verändert. Hier dürfte dann vermutlich noch was kommen in der nächsten Zeit.

Update: Ein Video gibt es auch schon.

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Deskwanted: schwere Vorwürfe gegen ImmobilienScout24

Das im Rahmen des ImmobilienScout24-Inkubators YOU IS NOW geförderte Startup Deskwanted ist insolvent. Der Grund dafür, so Gründer und Geschäftsführer Carsten Foertsch in einem langen Blogpost, sei ImmobilienScout24. Sogar Strafantrag gegen ImmobilienScout-Geschäftsführer Marc Stilke und Dirk Hoffmann wurde gestellt.

Grund für die Insolvenz seien ausgebliebene Zahlungen in sechsstelliger Höhe. Nach Anmahnung wurde Hausverbot erteilt und die Kooperation fristlos gekündigt. Außerdem soll Eigentum nicht herausgegeben worden sein.

[..] Die Start-up-Förderung von Immobilien Scout mit seinem Inkubator You Is Now trieb ein von ihr betreutes Start-up vorsätzlich in die Insolvenz. Ein außergerichtlicher Einigungsversuch mit dem Hinweis auf die drohende Insolvenz scheiterte letzte Woche. Wegen der ausstehenden Leistungen in sechsstelliger Höhe und der vermutlichen Unterschlagung wurde gegen die Geschäftsführer von Immobilien Scout, Marc Stilke und Dirk Hoffmann, Strafantrag gestellt. [..]

ImmobilienScout24 weist die Vorwürfe auf Nachfrage von Gründerszene als haltlos zurück.

“ImmobilienScout24 betreibt seit 2010 mit über zehn Teams erfolgreich den You-Is-Now-Inkubator. Eine Vielzahl der Teams arbeitet auch nach der Inkubation sehr erfolgreich mit ImmobilienScout24 langfristig zusammen. Mit Deskwanted haben wir im vergangenen April die Zusammenarbeit leider beenden müssen. Die jetzt erfolgte öffentliche Reaktion eines einzelnen Teammitglieds halten wir in allen Punkten für haltlos. Wir sehen deshalb derzeit auch keine Veranlassung, uns weiter in dieser Sache zu äußern.”

Diese Anschuldigungen sind natürlich harter Tobak und man darf gespannt sein wie die Sache weitergehen wird.

Update 02.10.: Gründerszene berichtete gestern in einem langen Beitrag erneut über den Streit zwischen ImmobilienScout24 und Deskwanted und verweist auch auf interne Dokumente die deskmag.com im Rahmen eines Beitrags veröffentlicht worden sind.

Ohne das jetzt kommentieren zu können und zu wollen: hier der Link zum Beitrag mit dem Titel Wie Immobilienscout die Förderung von Start-ups in Misskredit bringt.

 

Scout24 Holding steht zum Verkauf (Fortsetzung)

Seit Anfang des Jahres ist bekannt, dass die Deutsche Telekom die Scout24 Holding, zumindest teilweise, abstossen möchte. Der ursprüngliche Beitrag dazu wurde die letzten Wochen und Monate immer aktualisiert, wird jetzt aber etwas unübersichtlich. Daher geht es hier weiter.

08.07.: Die Financial Times schreibt mit Hinweis auf informierte Kreise, dass Finanzinvestoren wie KKR und Apax Interesse an der Übernahme eines 30-prozentigen Anteils der Scout24-Gruppe hätten. Dieser Anteil könnte 1,5 Milliarden Euro wert sein. In der engen Wahl seien mindestens fünf Bieter, darunter auch die Axel Springer Digital Classifieds.

26.07.: Über den gestern verkündeten Verkauf von Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, Hörzu und weiteren Titeln seitens der Axel Springer AG schreibe ich jetzt mal nichts. Das Thema geht ja rauf und runter in den Medien und es wird viel spekuliert über die Hintergründe und die Strategien. Interessant ist dabei die immer häufiger genannte Vermutung, der Verlag fülle durch den Verkauf seine Kriegskasse für die kostspielige Übernahme der Scout24-Gruppe.

So meldet Reuters, dass die 920 Millionen (bzw. 660 Mio.) bereits für das Bietergefecht eingeplant seien und beruft sich dabei auf mit der Transaktion vertraute Quellen. Bis kommenden Mittwoch sollen vorläufige Gebote abgegeben werden, für die mindestens 1,5 Milliarden Euro erwartet werden.

07.08.: Mittwoch letzter Woche ist die Frist für die erste Angebotsrunde abgelaufen. Reuters berichtet erneut aus dem Umfeld der Transaktion und schreibt, dass neben Springer auch die Finanzinvestoren Hellman & Friedman, Providence, CVC, EQT, KKR, Apax sowie Silverlake Gebote abgegeben haben. Die zweite Bieterrunde soll Mitte bis Ende September anstehen.

13.08.: Ein interessanter Beitrag auf Focus.de bringt EBay als möglichen Käufer von Immonet in Spiel, für den Fall dass das Kartellamt sonst Bedenken haben würde.

[..] Sollte Axel Springer  die Scout24-Gruppe kaufen, würde sicher das Kartellamt ein Wörtchen mitreden, denn Immonet gehört schon zu Döpfners Imperium. Ein Verkauf des kleineren Wettbewerbers, zum Beispiel an Ebay, wäre eine mögliche Lösung. [..]

Und der abschließende Kommentar der Autoren:

[..] Sollte der Scout24-Verkauf an Springer vorbeigehen, wäre das ein Dämpfer für Döpfners Digital-Strategie. Dann bliebe in Deutschland nur der mühselige Einzelkauf von kleinen und mittleren digitalen Unternehmen und Start-ups. Dass Springer mit einer Einkaufsliste über die Dörfer zieht, ist aber unwahrscheinlich. [..]

05.09.: Reuters meldet, dass Springer sich nun endgültig aus dem Bieterverfahren verabschiedet hat.

[..] Der Preis, der in den Verhandlung genannt wurde, habe sich für den Konzern angesichts der Wachstumsprognosen nicht mehr gerechnet, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte, dass die Firma derzeit nicht mehr an der Scout-Gruppe interessiert sei. [..]

 06.09.: Ebenfalls eine Reuters-Meldung die gestern Nachmittag von vielen Medien übernommen wurde:

[..] Ein Banker sagte: „Damit hat Springer die Botschaft geschickt: Wir sind nicht die, die den Preis treiben. Aber sie können immer noch am letzten Tag zurückkommen.“ Die Telekom will in der kommenden Woche eine Handvoll Bieter auswählen, die bis Mitte Oktober endgültige Offerten abgeben dürfen. [..]

10.09.: Bloomberg News will gestern erfahren haben, dass die Deutsche Telekom 4 Beteiligungsgesellschaften für die nächste Verkaufsrunde der Scout24-Holding Anteile ausgewählt hat. Dabei soll es sich um Apax Partners LLP, TPG Capital, Hellman & Friedman LLC und Silver Lake Management LLC handeln. Die Angebote würden zwischen 1,6 Mrd. und 2,0 Mrd.  Euro liegen. Endgültige Angebote gibt es wohl erst in der kommenden Woche. Auf jeden Fall scheint der Rückzug Springers aus dem Bieterverfahren erst gemeint gewesen zu sein. Es bleibt spannend.

23.09.: Langsam wird es konkreter. Das Manager Magazin schreibt, das schwedische Private-Equity-Unternehmen EQT habe überraschenderweise ein Angebot für eine 100-prozentige Übernahme unterbreitet. Das Geschäftsmodell sei überzeugend. Mit dabei sind (offiziell / den Mitteilungen nach) zur Zeit nur noch vier weitere Finanzinvestoren – Apax Partners, TPG Capital, Hellman & Friedman und Silver Lake. Ende Oktober sollen dann die endgültigen Angebote abgegeben sein. Interessant dürfte auch sein ob Axel Springer momentan nur die Füße still hält oder tatsächlich komplett raus ist. Kress.de schreibt nämlich heute mit Bezug auf den Focus (Quelle finde ich nicht), dass Springer immer noch Hoffnung habe.

10.10.: Einer neuen Reuters-Meldung zufolge befindet sich das Bieterrennen um Scout24 auf der Zielgeraden. Gebote sollen bis nächste Woche von den verbliebenen Bietern eingegangen sein. Eine Entscheidung wird die Telekom aber voraussichtlich erst Anfang November treffen. Laut der Meldung ist man in Bieterkreisen nicht zufrieden mit der Tatsache, dass die Telekom nur 30% der Scout24-Gruppe verkaufen möchte. Ein Investor könne damit kaum Einfluss auf das Unternehmen nehmen. Spekuliert wird auch noch darüber ob Axel Springer nicht doch im letzten Augenblick wieder mit einem Gebot einsteigen könnte. Das Handeltblatt berichtet zudem von einem Gebot des Ringier Medienunternehmens über 200 Millionen Schweizer Franken für die Hälfte des Schweizer Scout24-Ablegers. Es bleibt spannend.

24.10.: Nach Informationen des Manager Magazins hat die Deutsche Telekom von den fünf verbliebenen Bietern drei ausgewählt, die Zugang zu internen Informationen bekommen. Bei den Auserwählten handelt es sich um die Investoren EQT, Silverlake und Hellman & Friedman. Offen ist auch ob nur ein Teil der Scout24-Gruppe oder das von den Bietern gewünschte Gesamtpaket verkauft werden wird. Die Telekom erwartet offenbar noch mehr von ihrem zukünftigen Partner als nur eine Menge Geld. Deadline für ein endgültiges Gebot soll der 4. November sein.

Noch 2 Tage: Alternative zum Google Reader suchen

Google stellt den Google (RSS-)Reader ein. Nach der öffentlichen Ankündigung im März  war mein erstes Gefühl Panik. Denn ich nutze den Reader seit Jahren sehr intensiv um mich über Veränderungen diversester Quellen auf dem Laufenden zu halten. Neue Informationen hätte ich gerne möglichst kurz nach Verfügbarkeit und auf allen meinen täglich genutzten Endgeräten.

google-reader-takedownGenau das hat mir der Google Reader ermöglicht. Er war immer zuverlässig performant und fast immer verfügbar. Aber der größte Vorteil war für mich immer, dass es nicht zwingend notwendig war das Webinterface zu verwenden. Ich mag lieber native Anwendungen und genau das gab es für den Google Reader in allen erdenklichen Ausführungen und auf allen gängigen Geräten und Betriebssystemen.

Nun macht Google den Reader dicht und auf der ganzen Welt wird nach Alternativen gesucht. Und die sind durchaus vorhanden bzw. sind angekündigt und werden bald verfügbar sein. Doch eine echte Alternative, bei der der Dienst als reiner Backbone für die Feed-Aggregation genutzt werden kann und die (nativen) Clients auf den jeweiligen Geräten zum lesen, ist mir noch nicht über den Weg gelaufen.

Vielversprechend erscheint mir bisher feedly.com. Leider mag ich die iOS App nicht und es gibt keine Desktop-Anwendung. Glücklicherweise hat der Entwickler von Reeder Updates für alle Apps mit feedly-Unterstützung angekündigt. Leider nicht rechtzeitig zur Google Reader Abschaltung am Montag.

Welche Tools verwenden Sie, außerhalb von Facebook und Twitter, um über Neuigkeiten informiert zu werden?

 

ImmobilienScout24: neue Suchergebnisliste Teil 2

Anfang Mai gab es bei ImmobilienScout24 eine neue Box für die Suchfilter.
Die Suchergebnisliste verblieb aber im alten Style. Da das etwas merkwürdig aussah, war anzunehmen, dass es hier noch einen zweiten Part geben würde.

Nun wurde auch die Suchergebnisliste angepasst. Der neue Style wirkt sehr dezent. Die Basisinformationen sind jetzt in größerer Schrift sofort zu erfassen. Die Merken-Funktion wurde in eine Banderole gelegt und die Objekt-Verstecken-Darstellung ist dezenter.

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Vorschau: Trulia for Google Glass

Die Datenbrille Glass von Google ist noch nicht öffentlich erhältlich. Nur Entwickler haben bisher die Möglichkeit bekommen ein Gerät für einen vierstelligen Dollar-Betrag zu kaufen um frühzeitig Anwendungen für das neue Gadget zu entwickeln. Mittlerweile hat Google die Glass Mirror API und große Teile des Kernels veröffentlicht.

Im Trulia-Blog beschreibt Jeff McConathy, Vice President Engineering bei Trulia, seine ersten Versuche mit der Brille und wie er in gut einer Woche eine erste Version von Trulia for Glass entwickelt hat.

Für eine frühe Version sind die Features schon recht umfangreich. Sie benachrichtigt beispielsweise den Brillenträger wenn man in der Nähe eines Objektes ist, das den persönlichen Suchkriterien entspricht. Angebote lassen sich im Benutzerbereich MyTrulia speichern, die Anbieter direkt angerufen oder angemailt werden. Sogar eine direkte Navigation zur Immobilie ist möglich.

Wie das aussehen kann zeigt ein Preview-Video.

Hier noch mal ein offizielles Video von Google zu Google Glass.

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Immowelt eröffnet “Hauptstadtstudio”

Immowelt hat einen zweiten Standort in Berlin eröffnet. Dort betreuen ab sofort 6 Mitarbeiter Kunden in Berlin und den neuen Bundesländern. Mittelfristig sollen im Treptower Park 20 bis 30 Mitarbeiter arbeiten. Das Hauptstadtstudio soll zukünftig, neben Nürnberg, ein zweiter großer Firmensitz werden.

Immowelt-Kampagne in Österreich: Willkommen zu Hause

Immowelt hat mit einer groß angelegten Markenkampagne in Österreich gestartet. Ziel ist die Steigerung der Markenbekanntheit und die Markführerschaft in Österreich.

Unter dem Motto “Willkommen zu Hause” wird mit XXL-Plakaten in Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck mit vier neuen Motiven geworben. Neben den Plakaten wird im Mai und Juni außerdem online auf reichweitenstarken Webseiten wie gmx.at, krone.at, vol.at, herold.at und kurier.at geworben. Die Kampagne hat ein Volumen im hohen sechsstelligen Bereich.

Immowelt hat nach eigenen Angaben in Österreich monatlich 30.000 Immobilien im Angebot und bis zu 180.000 Besucher (comScore 03/2013).

Immowelt

 

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