Was erfolgreiche Immobilien-Blogs haben sollten und was nicht
Heute ist Ausgabe Nr. 5 des US-Carnival of Real Estate erschienen, die die spannensten Themen der vergangenden Woche nochmal zusammenfasst. Diesmal gehostet von Brownstoner.
Unter anderem gab es auf Mike´s Corner ein Interview mit dem Immobilienblogger Russ Cofano, der interessierte Immobilienmakler in sogenannten Bloginars in die Welt der Immobilienblogger einführt. In dem Interview beantwortet Russ Fragen zu den Dingen die ein Blog enthalten und nicht enthalten sollte, den besten Blogger-Tools, dem benötigten Zeitaufwand und wie man den Erfolg eines Immobilienblogs messen kann.
Barcodes auf Immobiliengalgen
Heike Scholz hat sich in ihrem Mobile Marketing Blog u.a. mit dem Einsatz von SMS-Codes in der Immobilienvermarktung beschäftigt. Dabei stellte sie fest, daß SMS zu kompliziert sind um potenziellen Interessenten schnell Objektdaten zukommen zu lassen, weil dazu eine Rufnummer und ein Code eingetippt werden muss. Einfacher hingegen wären Barcodes, die per Handycam gescannt werden. Über die in den Barcode einkodierten Informationen könnte dann direkt ein WAP-Browser gestartet werden, der ein Expose im Internet aufruft.
Der Immobilienbereich ist meiner Meinung nach für mobile Anwendungen wie geschaffen. Ein sehr spannendes Thema. Weitere Beispiele: USA und Schweden.
Lohnt sich SEO-Aufwand für Maklerseiten?
Ich möchte das jetzt mal als Frage in den Raum stellen. Wenn man nach Immobilien sucht und dabei typische Suchanfragen wie z.B. 3 Zimmer Wohnung Hamburg Eimsbüttel startet, bekommt man auf den ersten Seiten keine Maklerhomepages gelistet, sondern Immobilienportale. Und wenn nicht direkt die Portale, dann speziell zur Suchmaschinenoptimierung erstellte Seiten. Natürlich auch von den Portalen. Wer nur nach Immobilien sucht ist eh selber schuld.
Wo aber sind die Seiten von Immobilienmaklern? Meistens irgendwo im Nirvana der Suchergebnisse. Wenn überhaupt. Selbst wenn Makler sich die Mühe machen und sich mit Suchmaschinenoptimierung auseinandersetzen oder Geld in die Hand nehmen um einen Suchmaschinenoptimierer zu beschäftigen, stellt sich mir die Frage, ob sich der Aufwand bzw. die Investition wirklich lohnt. Eine Seite im Immobilienbereich gut zu platzieren kostet viel Zeit und Mühe, wenn man jetzt nicht gerade für ein 2000-Seelen Dorf gefunden werden möchte. Ich dachte jetzt eher an Keyword-Kombinationen zu Immobilien in Hamburg, München, Düsseldorf, Hannover etc.
Die großen Portale tun alles um ihre Positionen in Suchmaschinen zu verbessern und vor allem auch zu halten, beschäftigen dafür teilweise mehrere Spezialisten. Ist es die Mühe und das Geld wert mit ihnen zu konkurrieren? Ist die Qualität des Suchmaschinentraffics gut genug? Kommen darüber Abschlüsse zustande?
Andererseits könnte man ja auch meinen, daß die Portale genug Geld verlangen und sich somit auch darum kümmern müssen, daß alle meine Exposes auch in Suchmaschinen gut gefunden werden und evtl. auch Traffic auf die eigene Seite bringen.
Mich würden dazu mal Meinungen interessieren.
Immobilien im Bieterverfahren
Ab sofort bringt ein überregionales neues Portal Käufer und Verkäufer, Mieter und Vermieter von Immobilien auf innovative Weise zusammen. Unter www.bieterverfahren24.de lassen sich Häuser, Wohnungen, Gewerbe- und Anlageobjekte im so genannten Bieterverfahren einfach, schnell und fair vermarkten.
Das Bieterverfahren für Immobilien ist eine in Deutschland noch sehr junge und weithin unbekannte Angebotsform. Ganz anders in den USA – dort ist es das übliche Verfahren für die Abwicklung vieler Immobiliengeschäfte. Attraktiv ist es insbesondere wegen des kurzen Durchführungszeitraums von zwei bis drei Monaten.
Anders als bei herkömmlichen Immobilienangeboten wird beim Bieterverfahren keine Preisforderung erhoben. Vielmehr geben Interessenten innerhalb einer festgelegten Frist ihre Gebote ab. Das Höchstgebot kann der Verkäufer annehmen, auf dessen Grundlage weiterverhandeln oder das Objekt erneut zum Verkauf anbieten. Es handelt sich also nicht um eine Versteigerung.
Das Bieterverfahren wird Anbietern und Interessenten gleichermaßen gerecht. Für Kaufinteressenten gestaltet sich die Immobiliensuche unverkrampfter, da sie nicht durch hohe Preise abgeschreckt werden. Der Hauptvorteil für die Verkäufer wiederum besteht darin, wesentlich mehr potenzielle Käufer zu erreichen als sonst üblich.
Immobilienscout24 erweitert Ferienimmobilienangebot
Immobilienscout24 hat heute eine neue Kooperation mit der feratel media technologies AG bekannt gegeben, die sich auf touristische Informationssysteme spezialisiert haben und weltweit zu den führenden Anbietern in diesem Bereich zählen. Über feratel erweitert Immobilienscout24 ihr Ferienimmobilienportal um rund 10.000 neue Objekte. Durch die Kooperation umfaßt das Ferienimmobilienangebot nun über 100.000 Immobilien und macht Immoscout nach eigenen Angaben damit zur größten Ferienhaus-Datenbank.
Cashback Modelle in den USA
In den USA gibt es ja schon diverse Immobilienportale bei denen Käufer beim Kauf Geld zurück bekommen. Im sellsius-Blog gibt es dazu einen netten TV-Mitschnitt, der kurz zeigt, wie Käufer ihre Prioritäten bei der Immobiliensuche setzen.
Immobilienportale und Affiliate-Marketing
Affiliate-Marketing im Internet ist seit Jahren ein effektiver Vertriebskanal. Das haben auch die drei großen Immobilienportale Immobilienscout24, Immonet und Immowelt erkannt. Alle drei bieten mittlerweile Partnerprogramme an, bei denen die Affiliates erfolgsorientiert für die Vermittlung von Dienstleistungen oder einfach nur Besuchern vergütet werden. Das Partnerprogramm von Immobilienscout24 war meines Wissens nach das Erste in diesem Bereich, dann kam Immowelt und vor ca. 1,5 Jahren stieg auch Immonet ins Affiliate-Marketing ein.
Webmaster, die entsprechenen Traffic auf ihren Seiten haben, können mit der Bewerbung solcher Partnerprogramme gutes Geld verdienen. Leider entstehen auch immer wieder Webseiten, die nur zu diesem Zweck gebaut wurden. Seiten wie immobilien24.de, visimo-immobilien.de oder immobiliensuche.org bieten dem Besucher in meinen Augen keinen wirklichen Mehrwert. Sie sammeln nur den Traffic aus Suchmaschinen auf und schicken ihn über die Partnerprogramm weiter an die Portale. Dadurch kommen die Besucher zwar auch irgendwie zum Ziel, nur halt über den nervigen Umweg durch Adsense-Wüsten u.ä.
Hier mal eine Übersicht über die Provisionsmodelle der Affiliate-Programme der drei großen Portale.
Immobilienscout24 (bei Affilinet, Zanox und Tradedoubler)
- Provisionen bei Affilinet
Pay-per-Click: 4 Cent
Pay-per-Sale: 5 EUR bis 90 EUR - Provisionen bei Zanox
Pay-per-Click: —
Pay-per-Lead: 0,40 EUR bis 1,50 EUR
Pay-per-Sale: 2,50 EUR bis 50 EUR, oder 20% bei einigen Produkten - Provisionen bei Tradedoubler
Pay-per-Click: 4 Cent
Pay-per-Lead: 0,20 EUR
Pay-per-Sale: 2,50 EUR bis 50 EUR, oder 20% bei einigen Produkten
Immowelt (bei Zanox)
- Provisionen bei Zanox
Pay-per-Click: 5 Cent
Pay-per-Lead: —
Pay-per-Sale: 20% auf Anzeigenschaltung - Provisionen bei affili.net
Pay-per-Click: 5 Cent (ab 50 Leads 6 Cent, ab 100 Leads 7 Cent)
Pay-per-Lead: 0,60 EUR für Neuregistrierungen
Pay-per-Sale: 25% Umsatzbeiteiligung bei Anzeigenschaltung
Immonet (bei Zanox und affili.net)
- Provisionen bei affili.net
Pay-per-Click: 4 Cent
Pay-per-Lead: 0,60 EUR für Kontaktanfragen und neue Suchagenten
Pay-per-Sale: 3,50 EUR für neue Anzeigenkunden - Provisionen bei Zanox
Pay-per-Click: 4 Cent
Pay-per-Lead: 0,50 EUR für Kontaktanfragen und neue Suchagenten
Pay-per-Sale: 3 EUR für neue Anzeigenkunden
Die Provisionen sind eigentlich bei allen drei Portalen ähnlich und die angegebenen Konditionen sind auch nur die Standardmodelle. Affiliate-Partner die gute Umsätze machen, haben gute Chancen auch bessere Provisionen zu bekommen.
Auch andere Immobilienportale, z.B. 1A-Immobilienmarkt oder der Schweizer Immobilienmarkt wohnung24.ch, bieten Partnerprogramme an. Ich hab mich jetzt aber in der Übersicht mal auf die drei großen deutschen Porale beschränkt.
In Zukunft nur noch Videos?
Im Trulia-Blog wird gerade daüber diskutiert, wie Immobilien zukünftig im Internet präsentiert werden könnten. Durch die starke Verbreitung von Breitband-Internetzugängen in den USA, macht es mittlerweile schon Sinn, Exposes mit kurzen Videoproduktionen aufzuwerten.

Wohngemeinschaften bei Immowelt
Zum Beginn des Wintersemesters 2006/2007 im Oktober startet Immowelt eine neue Plattform, auf der Studenten kostenlos Inserate für WG-Gesuche und Angebote aufgeben und lesen können. Außerdem gibt es Tipps zum Thema Umzug und Mietrecht. Die Plattform ist sehr simpel gehalten und führt den Suchenden schnell zum Ziel. Leider sind noch nicht sehr viele Angebote vorhanden. Zumindest in meinen drei Teststädten Hamburg, Kiel und Braunschweig gab es nur zwischen 1 und 20 Angbote. Da dieser Bereich aber auch erst heute gestartet wurde, wird sich das mit Sicherheit schnell ändern.
Ob Immowelt den bekannten, etablierten und ebenfalls kostenlosen WG-Portalen wie wg-gesucht.de oder studenten-wg.de Konkurrenz machen kann, ist meiner Meinung nach fraglich.
Web3B Studie - oder auch wie man es sehen will?
Es ist mal wieder so weit. Eine neue Studie zur Benutzung der verschiedenen Immobilienportale ist erschienen. Das Hamburger Marktforschungsinstitut Fittkau & Maaß, hat eine 12 monatige Studie veröffentlicht.
Ergebnis dieser Studie ist, daß 80% der Internetbenutzer für Ihre Suche den Marktführer Immobilienscout24.de nutzen. Immonet liegt mit 32,9% auf Rang 2 und Immowelt mit 24,2% auf dem dritten Platz.
Auf die Frage wie der User die Immobilien findet, antworteten 31,9% durch das Internet und 28,1% durch die Tageszeitung.
Eine Studie ist ja immer wie ein Puzzle. Es besteht aus vielen Einzelteilen. Wenn man sich die Strategien der Portale anschaut, stellt man fest, dass sie unterschiedlich sind. Immobilienscout24 setzt rein auf das Internet. Im Gegensatz dazu nutzen Immonet und Immowelt ihre Kooperations bzw. Gesellschafter um das Thema Crossmedia weiter auszubauen.
Denn die Portale Immonet und Immowelt bestehen nicht nur aus einem Portal oder einer Seite, nein es sind Geflechte aus dutzenden Portalen. Jede Tageszeitung ist ein eigenes “Portal” aber im Netzwerk des Dachportals. Das bedeutet, der User weiß oft gar nicht das er sich bei Immowelt oder Immonet befindet, da er sich die Immobilien bei einer Tageszeitung anschaut, die aber zum Mediennetzwerk gehören.
Deswegen vermute ich, daß der Abstand wie er hier dargestellt wird, gar nicht mehr zutrifft. Auch werden die Auflagenzahl der Crossmedia Partner, wie zum Beispiel die Bild-Immobilienanzeigenblätter gar nicht in der Statistik mit aufgeführt. Diese Reichweite geht komplett unter.
Aber am Ende entscheidet nicht die Page Impression Anzahl, sondern der Umsatz bzw. der Gewinn über die “Größe”.
Interessant wäre mal zu Erfahren ob man diese Studien sponsern bzw. in Auftrag geben kann?


