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Cashback Modelle in den USA

In den USA gibt es ja schon diverse Immobilienportale bei denen Käufer beim Kauf Geld zurück bekommen. Im sellsius-Blog gibt es dazu einen netten TV-Mitschnitt, der kurz zeigt, wie Käufer ihre Prioritäten bei der Immobiliensuche setzen.

Immobilienportale und Affiliate-Marketing

Affiliate-Marketing im Internet ist seit Jahren ein effektiver Vertriebskanal. Das haben auch die drei großen Immobilienportale Immobilienscout24, Immonet und Immowelt erkannt. Alle drei bieten mittlerweile Partnerprogramme an, bei denen die Affiliates erfolgsorientiert für die Vermittlung von Dienstleistungen oder einfach nur Besuchern vergütet werden. Das Partnerprogramm von Immobilienscout24 war meines Wissens nach das Erste in diesem Bereich, dann kam Immowelt und vor ca. 1,5 Jahren stieg auch Immonet ins Affiliate-Marketing ein.

Webmaster, die entsprechenen Traffic auf ihren Seiten haben, können mit der Bewerbung solcher Partnerprogramme gutes Geld verdienen. Leider entstehen auch immer wieder Webseiten, die nur zu diesem Zweck gebaut wurden. Seiten wie immobilien24.de, visimo-immobilien.de oder immobiliensuche.org bieten dem Besucher in meinen Augen keinen wirklichen Mehrwert. Sie sammeln nur den Traffic aus Suchmaschinen auf und schicken ihn über die Partnerprogramm weiter an die Portale. Dadurch kommen die Besucher zwar auch irgendwie zum Ziel, nur halt über den nervigen Umweg durch Adsense-Wüsten u.ä.

Hier mal eine Übersicht über die Provisionsmodelle der Affiliate-Programme der drei großen Portale.

Immobilienscout24 (bei Affilinet, Zanox und Tradedoubler)

Immowelt (bei Zanox)

Immonet (bei Zanox und affili.net)

Die Provisionen sind eigentlich bei allen drei Portalen ähnlich und die angegebenen Konditionen sind auch nur die Standardmodelle. Affiliate-Partner die gute Umsätze machen, haben gute Chancen auch bessere Provisionen zu bekommen.

Auch andere Immobilienportale, z.B. 1A-Immobilienmarkt oder der Schweizer Immobilienmarkt wohnung24.ch, bieten Partnerprogramme an. Ich hab mich jetzt aber in der Übersicht mal auf die drei großen deutschen Porale beschränkt.

In Zukunft nur noch Videos?

Im Trulia-Blog wird gerade daüber diskutiert, wie Immobilien zukünftig im Internet präsentiert werden könnten. Durch die starke Verbreitung von Breitband-Internetzugängen in den USA, macht es mittlerweile schon Sinn, Exposes mit kurzen Videoproduktionen aufzuwerten.

Wohngemeinschaften bei Immowelt

Zum Beginn des Wintersemesters 2006/2007 im Oktober startet Immowelt eine neue Plattform, auf der Studenten kostenlos Inserate für WG-Gesuche und Angebote aufgeben und lesen können. Außerdem gibt es Tipps zum Thema Umzug und Mietrecht. Die Plattform ist sehr simpel gehalten und führt den Suchenden schnell zum Ziel. Leider sind noch nicht sehr viele Angebote vorhanden. Zumindest in meinen drei Teststädten Hamburg, Kiel und Braunschweig gab es nur zwischen 1 und 20 Angbote. Da dieser Bereich aber auch erst heute gestartet wurde, wird sich das mit Sicherheit schnell ändern.

Ob Immowelt den bekannten, etablierten und ebenfalls kostenlosen WG-Portalen wie wg-gesucht.de oder studenten-wg.de Konkurrenz machen kann, ist meiner Meinung nach fraglich.

Web3B Studie - oder auch wie man es sehen will?

Es ist mal wieder so weit. Eine neue Studie zur Benutzung der verschiedenen Immobilienportale ist erschienen. Das Hamburger Marktforschungsinstitut Fittkau & Maaß, hat eine 12 monatige Studie veröffentlicht.

Ergebnis dieser Studie ist, daß 80% der Internetbenutzer für Ihre Suche den Marktführer Immobilienscout24.de nutzen. Immonet liegt mit 32,9% auf Rang 2 und Immowelt mit 24,2% auf dem dritten Platz.

Auf die Frage wie der User die Immobilien findet, antworteten 31,9% durch das Internet und 28,1% durch die Tageszeitung.

Eine Studie ist ja immer wie ein Puzzle. Es besteht aus vielen Einzelteilen. Wenn man sich die Strategien der Portale anschaut, stellt man fest, dass sie unterschiedlich sind. Immobilienscout24 setzt rein auf das Internet. Im Gegensatz dazu nutzen Immonet und Immowelt ihre Kooperations bzw. Gesellschafter um das Thema Crossmedia weiter auszubauen.

Denn die Portale Immonet und Immowelt bestehen nicht nur aus einem Portal oder einer Seite, nein es sind Geflechte aus dutzenden Portalen. Jede Tageszeitung ist ein eigenes “Portal” aber im Netzwerk des Dachportals. Das bedeutet, der User weiß oft gar nicht das er sich bei Immowelt oder Immonet befindet, da er sich die Immobilien bei einer Tageszeitung anschaut, die aber zum Mediennetzwerk gehören.

Deswegen vermute ich, daß der Abstand wie er hier dargestellt wird, gar nicht mehr zutrifft. Auch werden die Auflagenzahl der Crossmedia Partner, wie zum Beispiel die Bild-Immobilienanzeigenblätter gar nicht in der Statistik mit aufgeführt. Diese Reichweite geht komplett unter.

Aber am Ende entscheidet nicht die Page Impression Anzahl, sondern der Umsatz bzw. der Gewinn über die “Größe”.

Interessant wäre mal zu Erfahren ob man diese Studien sponsern bzw. in Auftrag geben kann?

Immobilienscout24 API für Softwareentwickler

Ich bin vorhin durch einen kleinen Zufall auf eine Seite bei Immobilienscout24.de gestoßen, die Informationen zur Anmeldung und Nutzung der Immobilienscout24 API (Application Programming Interface) bereitstellt.

Ich war erstmal total überrascht, denn die API bietet einen standarisierten Zugriff auf große Teile der Immoscout-Services. Darunter sind u.a. Ergebnislisten nach frei definierbaren und kombinierbaren Suchkriterien über kombinierbare Scout-Accounts und Börsen, Exposes mit Zugriff auf alle Bilder, Kartenmaterial, Kontaktinformationen, Geodaten von deutschen Adressen, Zugriff auf die Länder-Hierarchien (Kontinent, Land, Region, Landkreis, Stadt, Stadtteil etc). Alle Zugriffe und Kontaktanfragen erscheinen in der Statistik im Immoscout-Anbieterbereich, es können sogar die Kontaktanfragen und Empfehlungen direkt über den Webservice abgewickelt werden.

Für den Anfang erhält man ein ZIP-Archiv mit drei PDF-Dateien und fünf XSD´s. Die PDF´s sind die Nutzungsbedingungen, die API-Dokumentation über 21 Seiten und die technische API-Dokumentation über 109 Seiten. Die XSD´s definieren diverse Datentypen. Außerdem gibt es zwei Codebeispiele als seperaten Download. Einmal in Java und einmal in PHP.

Um auf die Webservices zugreifen zu können, muß man sich erstmal registrieren. Mit der Bestätigung erhält man dann einen API-Key (wie bei Google, Amazon, Ebay, etc), der eine Anwendung eindeutig identifiziert. Zusätzlich wird man automatisch beim API-Newsletter angemeldet, der über Änderungen informiert. Innerhalb von 24 Stunden dürfen pro API-Key maximal 10.000 Requests ausgeführt werden. Zum Testen der fertigen Anwendung gibt es eine Sandbox.

Laut der History im API-Handbuch ist Version 1.0 bereits im November 2005 erstellt worden. Ich frage mich, ob die API schon die ganze Zeit öffentlich ist. Vielleicht ist das ja auch schon ein alter Hut. Das ist auf jeden Fall eine richtig gute Sache, die ich bei anderen deutschen Portalen noch nicht in diesem (auch nur ansatzweise) Umfang gesehen habe.

Alle Informationen und auch ein paar Referenzprojekte gibt es auf api.immobilienscout24.de

Da hat jemand viel vor

Vorhin ist mir bei Bloglines ein Text über den Weg gelaufen, den ich sehr lustig fand. Roland, wer auch immer er ist, hat ein paar Ideen für neue Projekte aufgeschrieben. Darunter ein Immobilienportal. Unter den aufgeführten Punkten findet man z.B. “immobilienscout24 konkurenz machen (warum? ist doch ganz klar->langweiliges design, wenig funktional und erst die gallery funktion)” oder “verbesserung von http://www.trulia.com/NY/New_York/ kopieren (nicht vergessen ideen von anderen immo seiten klauen)”.

Auch wenn das mit der Immobilienscout24-Konkurrenz etwas gewagt ist, so finde ich die genannten Punkte auf jeden Fall sehr gut. Wie Roland ja selber sagt ist das nichts neues (trulia.com, zillow.com, immo.search.ch etc). In Deutschland gibt es aber meines Wissens nur ein Portal, was sich in diese Richtung bewegt und das ist MapIts (beta), welches vor einiger Zeit noch MyMaps24 hiess.

Immobilien bei Ebay

Gibt es eigentlich Immobilien-Standardsoftware, die einen Import bei Ebay ermöglicht? Bisher habe ich noch keine gefunden. Dabei ist die Ebay-API wirklich umfangreich dokumentiert und der Entwickler-Support sehr gut. Allerdings habe ich auch gehört, daß bei Ebay bereits an alternativen Schnittstellen (OpenImmo) gearbeitet wird. Vielleicht ändert sich die mangelde Unterstützung dann ja. Der Immobilien-Bereich bei Ebay umfasst ja nun auch schon mehrere tausend Objekte im In- und Ausland und eine Anzeige dort lohnt sich bei dem hohen Traffic und der guten Suchmaschinen-Präsenz sicher.

Was ist los beim IVD?

Gerade gaben die Immowelt AG und der RDM-Landesverband Saarland den Beginn einer strategischen IT- und Internetpartnerschaft bekannt, bei der ein Rahmenvertrag die Nutzung von Immowelt-Produkten beim RDM Saarland regelt. In der Pressemitteilung werden unter anderem die Vorteile der crossmedialen Verzahnung von immowelt.de und diversen regionalen Tageszeitungen betohnt, bei der Online-Anzeigen problemlos in Printmedien übertragen werden können.

Jetzt muss man sich fragen, was ist los beim IVD? Fakt ist, der Landesverband RDM- Saarland ist Mitglied im IVD-West. Der Axel-Springer-Verlag und der IVD-Bundesverband betreiben zusammen das Immobilienportal Immonet.de.

Einigkeit sieht etwas anders aus! Warum schert ein Landesverband aus und kooperiert mit einem Konkurrenzunternehmen? Aus Sicht des Landesverbandes, sicherlich aus gutem Grunde. Die Saarbrücker Zeitung ist der Platzhirsch im Saarland und gleichzeitig Medienpartner der Immowelt. Von daher gesehen ist Immonet im Nachteil was dieses Bundesgebiet betrifft.

Doch nichts desto trotz - ist dies ein Imageschaden für Immonet? Besonders glücklich wird man bei Immonet und beim IVD-Bundesverband bestimmt nicht sein, wenn ein Landesverband quer schießt. Die Immowelt AG wird es sicherlich freuen, dem Mitbewerber einen kleinen Stoß versetzt zu haben.

Carnival of Real Estate

Wer über die aktuellen Geschehnisse in der Immobilienwelt der USA informiert bleiben möchte, der sollte Carnival of Real Estate lesen, eine wöchentliche Zusammenfassung der wichtigsten Themen, die in den US-Immobilien Blogs diskutiert wurden. Die dritte Ausgabe wurde diese Woche auf The Future of Real Estate Marketing veröffentlicht.