Immo-Idee 2009

Die AIZ und Immonet suchen auch dieses Jahr wieder kreative Kommunikations- und Werbekonzepte aus der Immobilienwirtschaft. Dabei kommt es weniger auf die Höhe des eingesetzten Werbebudgets an. Wichtiger ist Orginalität, Charme und Cleverness. Prämiert werden kann z.B. eine ungewöhnliche Anzeigengestaltung, ein ansprechendes Exposé, eine innovative Internetlösung, eine aufmerksamkeitsstarke Presseaktion, eine Veranstaltung mit Kundenbindungs- und Neukundengewinnungs-Effekt, ein pfiffiges Werbegeschenk oder auch ein schlüssiges Unternehmenskonzept.

Der Gewinner der Immo-Idee 2008 produziert sein interaktives Magicvote-Schaufenster laut Veranstalter mittlerweile in Serie. Weitere Touchscreens für Schaufenster hatte ich hier mal rausgesucht.

Die Preisverleihung findet am 14. Mai im Rahmen des IVD-Immobilientages 2009 in Hamburg statt. Einsendeschluss ist der 05. April. Infos gibt es hier.

Inman Real Estate Connect New York 2009

Andreas Assum, Geschäftsführung Online Marketing bei ImmobilienScout24, war auf der der diesjährigen Real Estate Connect Conference in New York und hat uns netterweise eine Gastbeitrag mit seinen Eindrücken zur Verfügung gestellt. Ein großes Dankeschön dafür!

Nach einem etwas holprigen Flug mit flauem Gefühl im Magen waren die ersten Eindrücke von New York düstere Vorboten der tiefen Rezession in der sich die USA derzeit befinden. Die riesige Empfangshalle war fast leer und vor dem Flughafen regnete es in Strömen.

Verglichen mit letztem Sommer in San Francisco hat sich einiges verändert.

Positiv ist die Benzinpreisentwicklung, die sich dank der geringeren Steuerbelastung wesentlich stärker als in Deutschland zu Gunsten der Verbraucher und des Transportgewerbes auswirkt, so dass der Benzinpreis an der Tankstelle von einem All Time High bei gut 5 USD pro Gallone auf unter 2 USD zurückgegangen ist, was die USA um hunderte Milliarden Dollar pro Jahr entlastet.

Die Rezession trifft die USA aber mittlerweile mit voller Wucht. So wurde während der Konferenz ein Anstieg der Arbeitslosigkeit auf über 11 Mio. Menschen d.h. 7,2 % aller Erwerbstätigen und damit auf ein neues Hoch vermeldet. Dabei ist noch gar nicht berücksichtigt, dass noch einmal doppelt so viele Personen mit sogenannten “McDonald Jobs” unterbeschäftigt sind und kaum genug zum Leben verdienen.

Die Zahl der “Foreclosures“, die mit unseren  Zwangsversteigerungen verglichen werden können, ist in 2008 mit 2,3 Mio. gemeldeten Einheiten fast doppelt so hoch wie im Vorjahr (d.h. mehr als jedes dritte Objekt in der Vermarktung ist eine Zwangsversteigerung und drückt damit besonders stark auf den Marktpreis). Im täglichen Leben schlägt sich das z.B. auch dadurch nieder, dass man sich im Fernsehen kaum noch vor Werbespots retten kann, die vollmundig versprechen mittels “Zwangsversteigerungen über Nacht zum Millionär zu werden”.

Was bedenklich stimmt ist, dass es kaum jemanden gibt der auch nur einen Hoffnungsschimmer am Horizont ausmachen kann. Der symptomatischste Kommentar kam hier von Brian Boero, 1000WattsConsulting, der meinte, dass die beste Nachricht ist, dass “es praktisch keine guten Nachrichten mehr gibt”.

Wenn man der reinen volkswirtschaftlichen Lehre glauben schenken will, dann würde das bedeuten, dass wenn die Aktienmärkte ihren Boden gefunden haben werden (was aktuell aber noch in den Sternen steht) und wieder nach oben drehen noch gut 6 Monate “Dürre herrscht” bevor sich ein Aufschwung in der Realwirtschaft niederschlägt. Beim Immobilienmarkt sollte der Boden erreicht sein, wenn die Foreclosures wieder zurückgehen.

Was heißt das nun für Deutschland und insbesondere für den deutschen Immobilienmarkt?

Gesamtvolkswirtschaftlich nichts Gutes. Während die USA bereits mitten in der Rezession sind, hatten wir im November noch die niedrigste Arbeitslosigkeit seit dem Fall der Mauer. Die Welle kommt noch auf uns zu. Was den Wohnungsmarkt betrifft, so überlasse ich die Interpretation hier gerne den Experten. Nur so viel: Da die Exzesse der internationalen Immobilienmärkte an Deutschland vorübergegangen sind, besteht begründete Hoffnung, dass wir nicht so tief fallen werden.

Nach so viel düsteren Rahmenbedingungen nun aber zu den positiven Nachrichten:

Die Konferenz war für Brad Inman und sein hochprofessionelles Team wieder ein voller Erfolg. Die Teilnehmerzahl hat wohl trotz oder gerade wegen der Krise ein neues All-Time High erreicht. Und auch wenn es sich nach wie vor um eine US-Veranstaltung handelte, ist es gelungen eine große Anzahl internationaler Experten zu versammeln. So kamen bei einer Handbefragung zu Ende der Veranstaltung ca. 15 % der im Saal anwesenden 600-800 Teilnehmer nicht aus den USA. Insbesondere Europa war diesmal stärker vertreten. Für Erheiterung sorgte die Frage eines  Zuhörers zu Ende der “Global Real Estate Update” Session, die er an den “Gentleman from Europe” adressierte (wir fünf Herren waren allesamt Europäer, nur die Lady aus unserem Referentenkreis, Ms. Pam Alexander, kam aus Kanada).

Wer sich für die Besonderheiten des US-Immobilienmarktes interessiert sei hier insbesondere auf den Gastbeitrag von Ed Freyfogle von Nestoria zur Veranstaltung in San Francisco verwiesen. Das Thema Multiple Listing Service nahm wiederum einen breiten Raum ein. Janet Case, CEO von Proxio baut hier z.B. ein internationales Netzwerk auf. Wer Interesse hat, kann sich gerne an mich wenden und ich stelle den Kontakt her (Vorname.Nachname at ImmobilienScout24.de).

Was bemerkenswert war, wie weit der Trend online zu Vermarkten in den USA fortgeschritten ist. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Maklern, die das Wort “Crossmedial” nicht mehr “in den Mund nehmen” und nur noch online vermarkten. Dabei muss man nicht so weit gehen, wie der charismatische Gary Vaynerchuck, der in seiner Key Note Rede selbst Mailings an Stammkunden und das Außenposter an der Hauptverkehrsader als etwas frei übersetzte “verrückte Geldverschwendung” verdammte.

Ansonsten gab es eine Vielzahl an Bestätigungen und Anregungen die mitgenommen werden konnten, um das Leben der vom Immobiliengeschäft Lebenden und sich mit Immobilien Beschäftigenden in Deutschland leichter zu machen und der selbst auferlegten Mission “Mobilität in Deutschland zu fördern” gerecht zu werden. Um ein paar Beispiele zu nennen: Beim Gestalten und Verwalten von Bildern und Videos, Portieren der Anwendungen auf mobile Geräte, Unterstützen bei der Wandlung von Kontaktanfragen in Geschäft, Bereitstellen von Plattformen und Foren zum Austausch von Gedanken und dem Aufbau des in den USA zum Erfolg als “Conditio-sine-qua-non” angesehenen „Personal Online Brand“ und natürlich Infos über die Entwicklung des Immobilienmarktes.

Bleibt noch zu erwähnen, dass das Wetter am Freitag aufhellte.

Für Deutschland ist zu hoffen, dass der Sturm zumindest am Wohnungsmarkt keinen größeren Kollateralschaden hinterlassen wird. Auswirkungen auf den Gewerbemarkt sind schon deutlich zu spüren und werden sich mit Ausweiten der Schlechtwetterfront noch verstärken (selbst in den USA wird angenommen, dass die aktuelle Leerstandsrate von 13 % noch auf 17 % ansteigen wird).

i-Tool: Web-Maklersoftware von Immowelt

Immowelt hat eine web-basierte Maklersoftware mit dem Namen i-Tool auf den Markt gebracht. Für monatlich 19,95 EUR (während der Einführungsphase) bekommen Makler laut Immowelt ein flexible mobile Makler-Office Lösung an die Hand, mit der neben alle anfallenden Aufgaben von unterwegs aus erledigen lassen. Objekte können zudem direkt in führende Immobilienportale eingestellt und upgedated werden.

myimmo.de – Immobilienportal von Unister

Die Unister GmbH startet anscheinend im März ein Immobilienportal mit dem Namen myimmo.de. Der Firmenhomepage lassen sich zumindest Pläne in diese Richtung entnehmen. Es gibt sogar erste Screenshots. Das Immobilienportal soll wohl für Makler und Suchende vollkommen kostenlos sein. Neben der Immobiliensuche soll es einen News- und Ratgeber-Bereich geben.

Was mich jedoch wundert ist die Wahl der Domain. Unister betreibt eine ganze Reihe Portale in verschiedenen Bereichen. Ein großer Teil auf absouluten Top-Domains wie preisvergleich.de, auto.de, shopping.de, geld.de, fluege.de oder kredit.de. Wieso dann so eine eher drittklassige Domain wie myimmo.de? Bei Unister hätte ich jetzt eher auf eine Übernahme von immobilien.de oder ähnlichen Kalibern getippt. Für shopping.de soll ja angeblich ein Betrag um die 1,5 Millionen Euro gezahlt worden sein (wurde jedoch dementiert), für kredit.de lag der Kaufpreis irgendwo bei 750.000 Euro.

Man darf also gespannt auf den März warten. Ausreichend Budget und Erfahrung für einen schnellen Start dürften auf jeden Fall vorhanden sein.

Ball der österreichischen Immobilienwirtschaft 2009

Am 22. Januar findet zum 4. Mal der Ball der österreichischen Immobilienwirtschaft in der Wiener Hofburg statt, bei dem sich über 2.500 Besucher zum Walzer tanzen, Netzwerken und Feiern treffen. Als Show-Einlage gibt es ab Mitternacht Live-Musik von Weltstar Bonnie Tyler.

Karten können zum Preis von 80 Euro (bzw. ermäßigt für 30 Euro) auf der Homepage zum Immobilienball bestellt werden. Videos vom Immobilienball 2008 gibt es hier.

Update 23.01.2009: Hier ein paar Fotos vom gestrigen Immobilienball 2009. Hier gibts noch mehr.

Facebook-Anwendung von ImmoScout24.ch

ImmoScout24.ch stellt seit Dezember eine Facebook-Anwendung namens MyPlace zur Verfügung. User können sich die aktuellen oder vorherigen Wohnorte ihrer Freunde auf einer Karte anzeigen lassen, Informationen zu Freitzeitangeboten oder Wohnvierteln einblenden. Und natürlich können auch freie Wohnungen. Orte können außerdem nach fünf Kriterien wie Shopping, Verkehr oder Gastronomie bewertet werden.

Immobilienverlosungen / Immobilienlotterien

Die private Verlosung von Immobilien scheint ein neuer Trend zu sein, von dem man in den letzten Wochen immer mehr hört. Für Immobilien, die auf herkömmlichen Wegen u.U. keine Abnehmer finden, werden Lose zu kleinen Preisen, meist unter 100,- verkauft. Über den neuen Besitzer entscheidet dann die Losziehung, jedoch oft erst dann, wenn die Loseinnahmen dem gewünschten Verkaufspreis der Immobilie entsprechen. Sollten sich nicht genügend Abnehmer finden lassen, wird die Rückzahlung des Kaufpreises versprochen.

Beispiele für Immobilienverlosungen findet man in mehreren europäischen Ländern. Spanien, Großbritannien, Deutschland und, momentan aktuell durch bevorstehende Ziehungen, Österreich. Jedoch ist mir bisher kein Fall untergekommen, wo es zu einem tatsächlichen Besitzerwechsel kam. Denn bei diesen Veranstaltungen handelt es sich um eine Lotterie, bei der die Teilnehmer gegen Zahlung eines Einsatzes die Möglichkeit haben etwas zu gewinnen.

Da das Monopol für die Ausrichtung von Lotterien in vielen Ländern aber beim Staat liegt, gab es, insbesondere bei den bisherigen Versuchen in Deutschland, Probleme mit den Behörden. In Deutschland besagt §284 Abs. 1 des StrafgesetzbuchesWer ohne behördliche Erlaubnis öffentlich ein Glücksspiel veranstaltet oder hält oder die Einrichtungen hierzu bereitstellt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Hier gibt es aber wohl Ausnahmen, die auf Bundeslandebene geregelt sind. Beispielsweise wenn die Verlosung gemeinnützig ist und etwaige Mehrerlöse gespendet werden. Auch das Werben für Glücksspiele im Internet ist mit dem am 1. Januar 2009 in Kraft getretenen Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland untersagt. Die Lotto-Plattform Tipp24 ist daher bereits ins Ausland gezogen.

In Österreich ist diese Art des Glücksspiel laut kürzlich veröffentlichter FAQ des Finanzministeriums erlaubt, solange es nur einmalig und nicht gewerbsmäßig betrieben wird. Und so gibt es in Österreich, neben selbstorganisierten Seiten der Verkäufer, bereits mehrere Internet-Dienste, die eine Plattform für Verlosungen anbieten, jedoch besonders betonen, dass sie nur technischer Dienstleister, nicht aber Veranstalter oder Organisator sind. Nebenkosten wie Notar, Grunderwerbssteuer oder Grundbucheintrag, vor denen Medien u.a. warnen, werden bei einigen Anbietern bereits beim Loskauf mit abgedeckt.

Auch in Deutschland gibt es einen Verlosungsanbieter. Noch werden jedoch keine Gelder eingezogen. Angeblich hat man einen legalen Weg gefunden, der am 1. Februar bekanntgegeben werden soll.

Immo TV: vorläufiges Sendeschema

Laut Ankündigung soll in Kürze der Spartensender Immo TV seinen Betrieb aufnehmen. Wirft man einen Blick auf die Homepage, findet man bereits ein vorläufiges Sendeschema.

Neben Doku-Serien wie Traum in vier Wänden oder Unser neues Zuhause, soll es auch eine Immobilien Live-Auktion und eine Service-Sendung vom IVD geben. Von Immonet werden TV-Objekte der Woche präsentiert und Remax diskutiert in einer weiteren Service-Sendung das Remax-Thema der Woche. Dazwischen gibt es immer wieder Immobilien Clips.

Kritik am Immonet-Aktionsblog

Immonet erntet zur Zeit rege Kritik am vermeintlichen Corporate-Blog, das jedoch keines ist. Wie bereits erwähnt, ist nicht direkt erkennbar, dass es sich um kein offizielles Immonet-Blog handelt. Die Nutzung des Corporate Designs sowohl im Blog als auch bei der Immobiliensuche ist verwirrend. Die Art und Weise Traffic und Links über das iPod-Gewinnspiel zu generieren wird als zweifelhaft angesehen.

Per Twitter wurde mittlerweile öffentlich klargestellt, dass es sich um ein reines Aktionsblog handelt und nicht um eine offizielle Immonet-Kommunikationsmaßnahme. Auch im Blog von finden-sie-hier.de wurde nun ein Beitrag mit einer Richtigstellung gepostet, in dem klar gesagt wird, dass es sich um keinen offiziellen Blog handelt. Auch das Immonet-Logo wurde mittlerweile entfernt.

Prinzipiell ist ja nichts groß falsch daran mit solchen Aktionen eine neue Seite zu pushen. Einzig die Tatsache, dass durch die Aufmachung nicht klar erkennbar war, dass es sich nicht um eine offizielle Immonet-Seite handelt finde ich recht unglücklich.

W3B-Studie 27 veröffentlicht

Die 27. W3B-Studie des Marktforschungsinstituts Fittkau & Maaß bescheinigt der Immobiliensuche im Internet einen neuen Höchststand. Demnach nutzten bereits 70,6% der 15.121 befragten deutschen Internet-User, die in den letzten 12 Monaten umgezogen sind, das Internet zur Suche nach einer Immobilie. Nur noch 42,7% der Befragten nutzten eine Tageszeitung. 57,1% der Teilnehmer fanden ihre Immobilie dann auch tatsächlich über eine Anzeige im Internet.

Dass ImmobilienScout24 nach der Studie das meistgenutze und beliebteste Immobilienportal in Deutschland ist, muß ich wohl nicht erwähnen ;)