Mehr Immobilienportale in Google Base
Meine Beobachtung von heute Nacht war scheinbar nicht ganz korrekt. Zumindest hat sich bei einem erneuten Besuch einiges getan. Man findet nun nicht mehr nur Objekte von einem Portal, sondern schon von zweien. Diesmal sind es reedb.com und blueHome.com. vermietung-online.de ist nicht mehr zu finden. Die Anzahl der Objekte ist von gestern 14.900 auf 15.500 gestiegen. Ich vermute mal, dass sich bei Google nun einiges tut in die Richtung. Mich würde es nicht wundern, wenn in den nächsten Tagen auch große Portale wie ImmobilienScout24 oder Immonet dort auftauchen würden. Im deutschen Google AdSense Blog wurde auch gerade erst auf die BulkUpload Funktion hingewiesen.
Angst vor Google?
Ich habe gerade an der aktuellen Befragung des Immo Media Research teilgenommen. Immo Media Research veröffentlicht Studien u.a. über das Suchverhalten von Immobilieninteressierten im Internet. Dabei fand ich Frage 44 sehr interessant:
44. Stellen Sie sich bitte vor, Google würde eine spezielle Möglichkeit zur Immobiliensuche anbieten. Würde sich Ihre Nutzung von anderen Suchmöglichkeiten verändern und wenn ja, wie?
Partner dieser Studie sind unter anderem Immobilienscout24 und Planet Home. Ich bin gespannt, was die Studie für Ergebnisse liefert und vor allem wann sie erscheint.
Erstes Immobilienportal hat Google Base entdeckt
Alle paar Wochen schaue ich mal bei Google Base, dem Kleinanzeigendienst von Google, rein um zu sehen, ob sich dort in Richtung Immobilien etwas tut. Und siehe da, heute sind in der Rubrik Immobilien das erste Mal knapp 15.000 Objekte zu finden. Allerdings nicht von einem der großen Portale wie ich eigentlich erwartet hatte, sondern von einem mir bisher unbekannten Portal namens vermietung-online.de. Ich würde ja gerne mal wissen, wieviel Traffic durch diese Maßnahme auf die Seite gelangt. Bisher habe ich noch keine Anzeige davon in den normalen Suchergebnissen gefunden. Auf jeden Fall eine kostenlose Möglichkeit der Objektvermarktung mit einer enormen Reichweite.
Kurze Videos zur Immobilienpräsentation?
Ich frage mich, ob ein kurzes Video (vielleicht 30-60 Sekunden) geeignet ist, eine Immobilie dem Interessenten vernünftig zu präsentieren. Wieso eigentlich immer nur Fotos? Digitale Videokameras sind mittlerweile sehr günstig zu haben. Mit ein bischen Übung bei der sauberen Kameraführung, kann man doch sicher ein netten kleinen Film drehen, der eine Immobilie gut präsentiert. Eine kurze Nachbearbeitung kann dann auch entsprechende Objektdaten einblenden oder weitere gesprochene Informationen einbinden.
Die großen Immobilienportale spielen ja auch schon seit Jahren mit diversen Formaten. 360 Grad Ansichten oder virtuelle Rundgänge wurden schon ausprobiert. Durchgesetzt hat sich das meiner Meinung nach aber noch nicht. Zumindest sieht man kaum Objekte, die diese Features nutzen. Ich meine mal, dass das an den hohen Produktionskosten liegt. Für eine saubere 360 Grad Ansicht wird z.B. ein Spezialobjektiv benötigt. Die Anschaffungskosten sind dort sehr hoch. Es gibt auch Firmen die die Produktion komplett anbieten, aber das lohnt sich auch nur bei sehr hochwertigen Objekten. Videos lassen sich aber sehr günstig produzieren. Zu jeder Kamera wird mittlerweile auch Videobearbeitungssoftware geliefert.
openImmo - Der XML-Standard für Immobilien
Bis vor ein paar Jahren gab es zum Austausch von Immobilien-Objektinformationen noch diverse wilde Schnittstellen. Jedes größere Portal, jeder Softwarehersteller und andere Dienstleister im Immobilienumfeld hatte ein eigenes Datenübertragungsformat. Man erinnere sich z.B. an CSV-Formate mit über 100 Feldern bei Immoscout, oder protokollbasierte Schnittstellen wie PzP beim ehemaligen Portal vom RDM (heute Immonet). Softwarehersteller mit eigenem Portal hatten natürlich auch eigene Formate.
Auch wenn es schon 2001 erste Aktivitäten in Richtung eines offenen XML-Standards zum Austausch von Objektdaten gab, so hat es doch einige Zeit gedauert, bis das Format ausgearbeitet war. Erst dann hat sich auch die Schnittstellenentwicklung für die Portale und Softwarehersteller gelohnt. Ganz vorne dabei war hier auf jeden Fall die Flowfact AG, die sehr früh eine Schnittstelle in ihre Software integriert und mit Entwicklern anderer Portale eng zusammengearbeitet hat.
Zur Konzeptions- und Einführungszeit wurde das Format noch unter dem Namen ImmoXML geführt. Leider hat sich dann jemand unbedingt das Markenrecht sichern müssen, so daß Anfang 2003 eine Umbenennung des Trägervereins in OpenImmo erfolgt ist.
Mittlerweile hat sich OpenImmo als Standard durchgesetzt. Jedes größere Portal, auch viele regionale Immobilienportale, unterstützen den Import und teilweise auch Export im Openimmo-Format. Kleine und große Maklersoftware-Hersteller sowieso und auch der Upload von Immobilien aus der Software direkt zur Homepage ist bei einigen Anbietern möglich.
Leider ist die Dokumentation etwas dürftig. Für Entwickler gibt es Beispiel-XML-Dateien und ein XSD zur Validierung. Das wars dann aber auch schon. Außerdem kostet eine Zertifizierung ordentlich Geld, wenn man nicht gerade Mitglied im OpenImmo e.V. ist. Ist man nicht zertifiziert, darf man auch nicht behaupten, eine kompatible Schnittstelle entwickelt zu haben. Das ist wirklich schade, denn so wird es sicher auch keine Open Source Initiativen in diese Richtung geben.
Luftbilder zur Umgebungsvisualisierung bei Immowelt
Immowelt bietet nun neben den Standard-Exposebildern auch noch Luftaufnahmen zur besseren Veranschaulichung der näheren Umgebung an. Dadurch erhalten Interessenten einen besseren Eindruck über z.B. Grün- und Erholungsflächen, größere Straßen oder Bebauungsgrad um das Objekt herum.
Wer einfach nur mal sein Zuhause aus der Luft sehen möchte, kann dies unter www.luftbilder.immowelt.de tun. Nach Eingabe der Adresse, werden entsprechende Luftbilder ausgespuckt. Die Luftaufnahmen werden von der Firma GeoContent geliefert, die u.a. auch den Stadtplandienst versorgen.
Weblogs als Alternative zur klassischen Maklerhomepage?
Nachdem ich bei besser-bloggen.com auf einen interessanten Artikel über einen Immobilienmakler aus den USA gestossen bin, der mit seinem Weblog sehr erfolgreich seinen Objekte vermarktet, frage ich mich, ob ein Blog nicht eine ersthafte Alternative zur klassischen Maklerhomepage darstellt.
Die meisten Maklerhomepages - natürlich gibt es hier auch diverse Ausnahmen - sind alle nach Schema F gebaut. Kurze Vorstellung des Betriebes, Beschreibung der angebotenen Dienstleistungen, evtl. noch Finanzierungsangebote. Und dann natürlich die Immobilienangebote. Diese stammen allerdings meistens aus den Datenbanken der großen Immobilienportale und werden oft per Frame oder iFrame in die Seiten integriert. Da sich die Templates der Portale meistens nicht gut anpassen lassen, sieht die Integration oft nicht sehr schön aus. Eine eigene Lösung entwickeln zu lassen ist sicher nur für Firmen mit sehr vielen oder sehr wenigen Objekten lohnenswert. Entweder braucht man gleich eine Schnittstelle zur eigenen Homepage oder man muss halt jedes Objekt per Hand online einpflegen.
Gäbe es z.B. für gängige Blogsoftware wie Wordpress ein Immobilien-Plugin, das Objekte ordentlich in Expose-Form darstellt und gleich bei der Eingabe eine openImmo-Datei an alle großen Portale “pingt”, könnte man sich den Krampf mit der Standard-Homepage sparen. Für kleinere Firmen würde sich das durchaus lohnen. Wenn dazu noch Schnittstellen aus Standard-Software wie Flowfact, Makler2000 oder ImmoStar geschaffen werden würden, wäre die Sache perfekt.
Interessenten könnten sich bei Ihren Immobilienmaklern den RSS-Feed abonnieren und wären damit immer auf dem neusten Stand. Auch Gemeinschaftsgeschäfte oder regionale Verbände wären dadurch einfacher realisierbar.
Hier und da findet man schon Immobilien Blogs. Z.B. das Düsseldorfer Immobilienblog. Ich bin gespannt, wann sich sowas auch in Deutschland häufiger finden läßt.
Immobilien Podcast
Eben fand ich einen Podcast zum Thema Immobilien, der von dem Immobilien- und Energieberater Roger Katzenbach erstellt wird. Bisher gab es insgesamt 7 Ausgaben zu Themen wie Finanzierung oder Energie. Der Immobilien Podcast ist auch bei iTunes gelistet und kann dort bequem und kostenlos bezogen werden.
aktuelle Immobilienangebote per RSS
Eine nette Alternative zum klassischen Suchagenten mit E-Mail Benachrichtigung kommt von Immopool. Über die RSS-Immobiliensuche bekommt man immer die neusten Objekte aus der zuvor gewählten Stadt und Kategorie in seinen RSS-Reader. Für News-Vielleser sicher eine nette Alternative.
Die XML-Feeds werden allerdings auch ordentlich in den Google-Index gepumpt.
mobile Immobiliensuche
Immonet und Vodafone bieten nun eine mobile Immobiliensuche per Handy an. Integriert wurde Immonet dabei ins Vodafone Live Portal, welches allerdings nur Vodafone-Kunden zugänglich ist.
Eigentlich eine wirklich nette Idee. Durch neue mobile Endgeräte werden solche Anwendungen immer wichtiger werden. Die Beschränkung auf den Kundenstamm von Vodafone ist allerdings für die Verbreitung nicht gerade förderlich. Schön wäre auch eine mobile Immobiliensuche, die sich nicht nur auf WAP-Handys beschränkt und auch anderen mobilen Geräten (PDAs, Smartphones, etc) mit XHTML-Browsern den Zugang erleichtert.




