Axel Springer bündelt Rubrikenmärkte

Die Axel Springer AG bündelt ihre Online-Rubrikenmärkte in der Axel Springer Digital Classifieds GmbH. Teil der neuen Gesellschaft werden Immonet, SeLoger und Stepstone. Dabei hält Axel Springer als Mehrheitsgesellschafter einen Anteil von 70%. Einen Anteil von 30% erhält der Wachstumsinvestor General Antlantic LLC. Die von Axel Springer eingebrachten Rubrikenmärkte werden mit 1,25 Milliarden Euro bewertet.

Springer und General Atlantic wollen Axel Springer Digital Classifieds international zu einem führenden Akteur ausbauen heißt es in der Pressemitteilung. Die Partnerschaft stelle das Unternehmen noch besser für organisches und aquisitorisches Wachstum auf. Neben Europa sind Partnerschaften auch in anderen auftrebenen Märkten möglich.

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG: “Die erfolgreichen Online-Rubrikenmärkte SeLoger, StepStone und Immonet sind für Axel Springer seit Jahren eine zentrale Säule unserer Digitalisierungsstrategie. Die Bündelung der Angebote in einer neuen Gesellschaft mit sehr guter Kapitalausstattung eröffnet uns in Zukunft neue Möglichkeiten für schnelles Wachstum und weitere Internationalisierungsschritte. Mit General Atlantic haben wir einen hervorragenden Partner gefunden, der dieses Ziel gemeinsam mit uns umsetzen wird.”

Die 30-prozentige Beteiligung durch General Atlantic LLC hat einen Gegenwert von 237 Millionen Euro. Die Transaktion muss noch von den zuständigen Arbeitnehmervertretern in Frankreich und den zuständigen Kartellbehörden abgesegnet werden.

Madsack Mediengruppe erwirbt 11,3 Prozent von Immonet

Die Madsack Mediengruppe übernimmt 11,3 Prozent der Immonet-Anteile von der Axel Springer AG. Im Zuge dessen wird Immonet künftig in alle digitalen Medien der Madsack-Gruppe integriert.

Immonet stärkt damit die Präsenz in den traditionellen Verbreitungsgebieten Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein.

Der Abschluss der Transaktion muss noch vom Bundeskartellamt genehmigt werden.

Springer kauft serbisches Immobilienportal Nekretnine.rs

Der Springer-Konzern ist weiter auf Einkaufstour. Wie heute bekannt wurde, hat die serbische Landesgesellschaft der Ringier Axel Springer Media AG bereits im Januar das Immobilienportal Nekretnine.rs übernommen.

Nekretnine.rs soll eines der meistbesuchten Immobilienportale in Serbien sein, schnell wachsen und eine reichweitenstarke, crossmediale Vermarktung ermöglichen. Genaueres wurde in der Pressemitteilung nicht genannt.

Ebenfalls übernommen wurde der zweitgrößte serbische KFZ-Rubrikenmarkt Mojauto.rs.

Immonet: Vermarktungspartner für Airbnb.com

Axel Springer und das Portal für private Unterkunftsvermittlung Airbnb.com sind eine strategische Vermarktungspartnerschaft eingegangen. Springer erwirbt gegen einen Kaufpreis und Medialeistung einen kleinen Anteil am Unternehmen Airbnb Inc.

In Deutschland wird Springer strategischer Vermarktungspartner werden und umfangreich in den eigenen Print- und Online-Medien werben. Außerdem wird Immonet exklusiver Vermarktungs- und Markenpartner von Airbnb im Segment der Vermietung von Unterkünften zwischen Privatpersonen.

Im September 2011 gab es bereits Gerüchte Springer wolle sich an Airbnb beteiligen und bei der europäischen Expansion behilflich sein.

In diesem Kontext sollte eine ähnliche Kooperation nicht unerwähnt bleiben. Ich hatte nur kurz bei Facebook darauf verwiesen. Vor rund zwei Wochen erhielt 9flats.com, Airbnb-Konkurrent und nach eigenen Angaben europäischer Marktführer im Bereich der Plattformen für Privatunterkünfte, eine Finanzierung in zweistelliger Millionenhöhe durch T-Venture, Redpoint Ventures und eVenture Capital Partners.

Zeitgleich mit der Finanzierung wurde eine strategische Partnerschaft zwischen 9flats und ImmobilienScout24 angekündigt. Dr. Martin Enderle, CEO der Scout24-Gruppe:

Der private Wohnungsmarkt ist innerhalb des Immobilienmarktes ein spannendes Segment für ImmobilienScout24. Dank der Investition nehmen wir bereits in einem frühen Stadium an innovativen Peer-to-Peer-Netzwerken wie 9flats teil und verbessern unsere Wettbewerbsposition weiter.

Springer will WAZ-Gruppe kaufen

Nach Informationen des Manager Magazins will die Axel Springer AG für 1,4 Milliarden Euro die WAZ-Gruppe kaufen.

Update: WAZ-Eigentümer lehnen Springer-Offerte ab

Das zur WAZ-Gruppe gehörende Nachrichtenportal DerWesten schreibt:

Die Axel Springer AG („Bild“, „Welt“, „Hörzu“) hat den Eigentümern der WAZ-Mediengruppe unaufgefordert ein Angebot zur Übernahme von WAZ-Geschäftsbereichen gemacht. WAZ-Anteilseignerin Petra Grotkamp wies die Offerte umgehend zurück. Frau Grotkamp werde sich „nicht an Transaktionen beteiligen, welche eine Zerschlagung der WAZ-Mediengruppe oder die Veräußerung dieser Gruppe zum Inhalt oder zur Folge haben“, teilte ihr Anwalt Andreas Urban am Freitag mit. Petra Grotkamp werde „vielmehr dafür Sorge tragen, dass die WAZ-Mediengruppe weiter als unabhängiges Unternehmen bestehen bleibt“. In der Stellungnahme hieß es weiter, die Axel Springer AG könne auch angesichts bestehender Gesellschafterverträge der WAZ-Mediengruppe nicht Gesellschafter des Unternehmens werden.

Springer will in Airbnb investieren

Gestern wurde bekannt, dass der Springer-Verlag sich an Airbnb besteiligen möchte. Airbnb vermittelt Privatunterkünfte in der ganzen Welt.

Laut Manager Magazin lag das Springer-Angebot bei bis zu 70 Millionen US-Dollar. Der Wert des Unternehmens wird auf 1,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Springer möchte allerdings nicht nur als Kapitalgeber auftreteten, sondern könnte bei der europäischen Expansion behilflich sein. Durch Immonet habe man entsprechende Erfahrungen in diesem Markt.

Anfang des Jahres wurden gleich mehrere Kopien von Airbnb aus dem Boden gestampft. Qype-Gründer Stephan Uhrenbacher startete mit 9flats.com, die Samwer-Brüder schickten wimdu.com ins Rennen.

SeLoger.com, Yoom, ImmoAction.de, Immowelt

Axel Springer Gebot für SeLoger.com erfolgreich
Das öffentliche Angebot für die Anteile am französischen Immobilienportal SeLoger.com durch Axel Springer war erfolgreich. Die Aktionäre nahmen das Angebot in Höhe von 61,8% des Gesamtkapitals an. Zusammen mit den bereits im Vorfeld erworbenen 12,4% wird die Axel Springer AG nach der Abwicklung 74,2% der Anteile halten und die Mehrheit im Aufsichtsrat bilden.

Yoom ohne Gebühren
Der Nachmieter-Marktplatz Yoom trennt sich von der Vermittlungsgebühr in Höhe von 99 Euro, die bisher vom Nachmieter zu zahlen war. Damit wird erneut am Geschäftsmodell gedreht. Ende 2010 wurde bereits von einer Auktion auf einen Festpreis umgestellt. Die Zahl der Inserate hat sich nach Yoom-Angaben seitdem mehr als verdreifacht.

ImmoAction Relaunch
Das Immobilienportal ImmoAction wurde neu gestaltet. Interessant: Es basiert auf der Blog-Software WordPress und einer modifizierten Version vom Real Estate Theme von Templatic.com. “Trotz” WordPress kann über eine OpenImmo-Schnittstelle inseriert werden.

Android-App von Immowelt mit Augmented-Reality und Sonnenlicht-Kompass
In die Android-App von Immowelt ist eine Augmented-Reality Ansicht integriert worden, mit der passende Angebote in der direkten Umgebung über das Live-Kamerabild gelegt und visualisiert werden. Dabei wurde auf die Technologie von Wikitude gesetzt, in dessen eigener App Immowelt bereits seit letztem Jahr vertreten ist. Außerdem eine nette Idee: Ein Kompass der die Sonneneintrahlung auf den Balkon, abhängig von der Tageszeit anzeigt.

Axel Springer AG beteiligt sich an SeLoger.com

Die Axel Springer AG hat sich mit 12,4 Prozent an SeLoger SA beteiligt, die in Frankreich u.a. die führenden Immobilienportale seloger.com und immostreet.com betreibt. Die verbleibenen Anteile sollen ebenfalls übernommen werden. Ein entsprechendes Angebot zu einem Preis von 34,- pro Aktie soll öffentlich abgegeben werden. Hier muss jedoch die Kartellbehörde noch zustimmen. Insgesamt wird das Unternehmen mit 566 Millionen Euro bewertet.

Auf den sechs Immobilienportalen seloger.com, immostreet.com, selogerneuf.com, bellesdemeures.com, vacances.seloger.com und agorabiz.com sind rund 1,1 Millionen Immobilienangebote zu finden. Die monatliche Reichweite liegt bei 14,1 Millionen Visits. Die EBITDA-Marge lag im ersten Halbjahr 2010 bei 52 Prozent.

Springer möchte mit der Übernahme die europäische Präsenz bei den Online-Rubrikenmärkten stärken.

Update 13.09.:
Der Großaktionär Groupe Arnault hat das Springer-Angebot von 34,- pro Aktie abgewiesen. Der Wert des Unternehmens sei deutlich höher. Groupe Arnault wünscht sich eine stärkere Berücksichtigung des Wachstumspotentials von seloger.com bei der Preisfindung.

Update 16.09.:
Die australische Caledonia Investment hat 10 Prozent von seloger.com erworben. Außerdem könnte die französische Zeitung Le Figaro und der französische Konzern Lagardere ebenfalls Interesse haben. Springer hat bisher das Angebot nicht erhöht. Seinen Aktionären rät seloger.com ihre Anteile derzeitig nicht zu verkaufen.

Update 17.09.:
seloger.com hat nun eine Investmentbank als Berater hinzugezogen, mit der das weitere Vorgehen und mögliche Strategien untersucht werden soll.

Update 28.09.:
Die Axel Springer AG hat ihr Übernahmeangebot der französischen Wertpapieraufsicht vorgelegt. Das Angebot von 34,- pro Aktie, das bereits abgelehnt wurde, ist nicht verändert worden. Man ist davon überzeugt, dass SeLoger.com das Angebot attrativ bewerten würde.

Update 29.09.:
SeLoger.com hat das Angebot von gestern erneut abgelehnt. Mal abgesehen vom Preis, sieht man keinerlei mögliche Synergien. Außerdem wurde keine Mindestannahmeschwelle für das Angebot festgelegt. SeLoger.com werde alles tun um eine schleichende Übernahme durch Springer zu verhindert.

Update 26.10.:
Die Aktien von SeLoger.com wurden auf eigene Bitte vom Handel ausgesetzt. In Kürze soll dazu eine Mitteilung veröffentlicht werden.

Update 27.10.:
SeLoger.com hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, um den tatsächlichen Unternehmenswert zu ermitteln. Laut dem Gutachten liegt der Preis pro Aktie zwischen 37,10 Euro und 40,00 Euro. Springer bietet jedoch nur 34,00 Euro je Aktie.

Update 05.11.:
Die französische Kartellbehörde hat das öffentliche Angebot zur Übernahme sämtlicher Anteile an SeLoger.com durch Axel Springer genehmigt. Nun muss nur noch die französche Börsenaufsicht AMF zustimmen.

Update 19.11.:
Die französiche Kartellbehörde hat der Übernahme sämtlicher Anteile an SeLoger.com durch die Axel Springer AG vorbehaltslos zugestimmt.

Update 30.11.:
Die Französische Wertpapieraufsicht hat das öffentliche Übernahmeangebot genehmigt. Ein Zeitplan soll in Kürze veröffentlicht werden.

Update 01.12.:
Seloger.com kündigt an, man werde die Übernahmeerlaubnis der französischen Börsenaufsicht beim Pariser Berufungsgericht anfechten.

Update 16.12.:
Das Springer-Angebot wird wegen ausstehender Gerichtsentscheidung verlängert. Ursprünglich sollte das Angebot bis zum 11. Januar gelten.

Update 04.01.:
SeLoger.com beruft außerordentliche Hauptversammlung für den 20. Januar ein. Aktionäre sollen dort über die Beschränkung der Stimmrechte großer Aktionäre auf 15% entscheiden.

Update 05.01.:
Springer hat die Stimmrechtsbeschränkung großer Aktionäre kritisiert. Die Maßnahme sei nicht im Interesse des Unternehmens und der Aktionäre. Man glaube fest an das Prinzip “ein Anteil, eine Stimme”.

Update 18.01.:
Springer macht neues Angebot. Ausichtsrat empfiehlt Aktionären die Annahme.

Money Maker Immonet

Auf der gestrigen Jahreshauptversammlung der Axel Springer AG hat Mathias Döpfner u.a. den Ausbau des Online-Geschäfts bekannt gegeben. In zehn Jahren wolle man mindestens die Hälfte des Umsatzes und Gewinns aus digitalen Geschäften erwirtschaften. Explizit wurde hier auch Immonet genannt. Auf dieser Folie aus seiner Präsentation sieht man auch warum.

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Immonet ist im 4. Quartal 2008 erstmals in die schwarzen Zahlen gekommen. In einem Gespräch mit der AIM Group sagte Geschäftsführer Axel Konjack,  dass Immonet für die Axel Springer AG ein echter Money Maker sei und mehr als ein Drittel der Einnahmen aus dem Immobilien-Anzeigengeschäft aus 2008 erwirtschaftet habe.

Springer kauft Zanox für rund 215 Millionen

Die Axel Springer AG und die schweizer PubliGroupe AG haben das Affiliate Marketing Netzwerk Zanox für 214,9 Millionen Euro übernommen. Dabei gehen 60% der Anteile an den ASV und 40% an die PubliGroupe. Grund für die gemeinsame Übernahme waren vergleichbare Ziele in digitalen Geschäftsfeldern mit unterschiedlichen geographischen Schwerpunkten. Zanox, gegründet im Jahr 2000, erwirtschaftete 2006 einen Umsatz von 107 Millionen. Die Übernahme muß wettbewerbsrechtlich noch geprüft werden.

Bei Zanox laufen auch die Partnerprogramme von Immobilienscout24, Immonet und Immowelt.

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