Noch 2 Tage: Alternative zum Google Reader suchen

Google stellt den Google (RSS-)Reader ein. Nach der öffentlichen Ankündigung im März  war mein erstes Gefühl Panik. Denn ich nutze den Reader seit Jahren sehr intensiv um mich über Veränderungen diversester Quellen auf dem Laufenden zu halten. Neue Informationen hätte ich gerne möglichst kurz nach Verfügbarkeit und auf allen meinen täglich genutzten Endgeräten.

google-reader-takedownGenau das hat mir der Google Reader ermöglicht. Er war immer zuverlässig performant und fast immer verfügbar. Aber der größte Vorteil war für mich immer, dass es nicht zwingend notwendig war das Webinterface zu verwenden. Ich mag lieber native Anwendungen und genau das gab es für den Google Reader in allen erdenklichen Ausführungen und auf allen gängigen Geräten und Betriebssystemen.

Nun macht Google den Reader dicht und auf der ganzen Welt wird nach Alternativen gesucht. Und die sind durchaus vorhanden bzw. sind angekündigt und werden bald verfügbar sein. Doch eine echte Alternative, bei der der Dienst als reiner Backbone für die Feed-Aggregation genutzt werden kann und die (nativen) Clients auf den jeweiligen Geräten zum lesen, ist mir noch nicht über den Weg gelaufen.

Vielversprechend erscheint mir bisher feedly.com. Leider mag ich die iOS App nicht und es gibt keine Desktop-Anwendung. Glücklicherweise hat der Entwickler von Reeder Updates für alle Apps mit feedly-Unterstützung angekündigt. Leider nicht rechtzeitig zur Google Reader Abschaltung am Montag.

Welche Tools verwenden Sie, außerhalb von Facebook und Twitter, um über Neuigkeiten informiert zu werden?

 

Google stellt Immobiliensuche ein

Vor zwei Jahren hatte Google in den USA, Neuseeland, Australien, Großbritanien und Japan eine Immobiliensuche auf Basis von Google Maps gestartet. In zahlreichen Immobilienblogs wurde darüber spekuliert welche Absichten Google verfolgt und wie weit Google hier vorspreschen würde. Auch gab es kurzzeitig Gerüchte Google hätte Interesse an einer Übernahme von Trulia.com.

Heute gab Google bekannt, dass alle weiteren Bemühungen in diese Richtung ab dem 10.02.2011 eingestellt werden. Man werde das Thema aber Auge behalten. Grund für den Rückzug sind u.a. die wohl bisher geringe Nutzung und die exzelleten auf Immobilien spezialisierten Websites.

Google Street View in Deutschland gestartet

Heute ist Google Street View in den angekündigten 20 deutschen Großstädten Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal gestartet. Nachdem im Sommer gefühlt von nichts anderem mehr berichtet wurde, dürfte nun so ziemlich jeder Bürger wissen, was hinter Street View steckt. Als Partner zum Start ist u.a. ImmobilienScout24 dabei (hier die Landingpage). Mitte September wurden hier bereits die Karten auf Google Maps umgestellt (z.B. in der beta-Suche auf Umgebungskarte klicken).

Meine ersten kurzen Tests in Hamburg zeigten zumindest, dass doch ein recht großer Anteil des Straßenbildes verwischt wurde. Um die Street View Ansicht zu aktivieren muss man sich in einer der 20 Städte in Google Maps befinden und dann das kleine orange Männchen auf die blaumarkierten Straßen ziehen.

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Hier noch ein Video zur Street View Integration bei ImmobilienScout24:

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Google Streetview Testlauf in Oberstaufen

Seit heute ist testweise die Streetview-Ansicht in Google Maps für den Ort Oberstaufen aktiviert. Dort kann man sich schon mal umschauen und hinter der Ortsgrenze auch einen Blick ins schöne Allgäu werfen. Bei meiner kleinen “Testfahrt” ist mir übrigens kein verpixeltes Gebäude begegnet, was sicher auch damit zu tun hat, dass Oberstaufen durch die frühzeitige Aktivierung auf mehr Touristen hofft.

Größere Kartenansicht

Außerdem sind einige Bilder von Sehenswürdigkeiten und öffentlichen Plätzen fünf großer Städte verfügbar. Bis Jahresende sollen dann alle 20 Städte freigeschaltet werden. Google hat einige Bilder zusammengestellt.

Google Places Suche

Google Places ist der nicht mehr ganz so neue Name für das ehemalige Google Local Business Center, quasi dem Branchenverzeichnis von Google. Wer dort einen Eintrag hat, und das sollte jedes lokal tätige Unternehmen heutzutage haben, erhält dort eine Unternehmensseite, eine Place Page. Auf dieser Seite werden Informationen zum Unternehmen dargestellt. Die Basisdaten gibt man selber ein, ebenso wie Videos, Fotos, Öffnungszeiten etc.

Bis vor ein paar Tagen wurden bei ortsbezogenen Suchanfragen noch bis zu sieben relevante Einträge aus Googles Branchenverzeichnis neben einer kleinen Google Map in der Suchergebnisliste dargestellt. Je nach Suchbegriff und Ort, konnte eine gute Platzierung innerhalb dieser prominenten Ergebnisse einen enormen Traffic bedeuten, auch wenn die Unternehmensseite in den organischen Suchergebnissen nicht ganz so gut gelistet ist.

Nun hat Google Place Search eingeführt, das die lokalen Ergebnisse direkter und prominenter in die Suchergebnisliste aufnimmt.  Lokale Suchanfragen werden entweder anhand der IP-Adresse, durch eine manuelle Eingabe oder durch einen Ort in der Suchanfrage erkannt. Die lokalen Einträge werden jetzt in der gleichen Größe wie andere Elemente der Suchergebnisliste dargestellt und unterscheiden sich vor allem durch einige Zusatzinformationen, die aus den Google Place Pages stammen. So wird der Eintrag mit einem kleinen Google Maps Marker, wenn vorhanden dem Logo und der Adresse auf der linken Seite ergänzt. Rechtsbündig findet man den Link zur Places Page und, wenn vorhanden, Hinweise auf Bewertungen.

Wer eine Google Place Page erstellt, muss sich damit abfinden, dass es ab jetzt möglich ist Bewertungen zum Unternehmen abzugeben. Das kann sowohl direkt bei Google, als auch auf einer der angeschlossenen Content-Partner wie etwa Qype.de passieren. Sind Bewertungen von verschiedenen Partnerseiten vorhanden, werden die Links direkt unter der Kontaktadressen im Eintrag zusammengefasst. Wirklich Einfluss nehmen kann ein Unternehmen hier nicht. Zwar kann ein Kommentar als unangemessen gemeldet werden, wie darauf reagiert wird entscheidet Google bzw. das jeweilige Unternehmen das den Content liefert.

Das Thema Maklerbewertungen wurde hier ja schon öfter diskustiert. Auch wenn es noch kein größeres dediziertes Portal für diesen Zweck gibt, kann längst an den unterschiedlichsten Stellen ein Kommentar zu jedem Unternehmen abgegeben werden. Google aggregiert diese Bewertungen nun schön prominent in den Suchergebnissen. Entziehen kann man sich dem nur über die Entfernung der Places Page.

Die typische Bewertung wird jedoch über einen Freitext und eine 5-Sterne Skala abgegeben. Differenziertere Bewertungskritierien sind nicht vorhanden, was nicht selten zu “sehr emotionalen” Texten auf den Bewertungsseiten führt.


Ich wundere mich, dass noch immer kein relevantes Portal für Maklerbewertungen entstanden ist. Bei den ganzen verstreuten Bewertungen wäre auch schon fast ein eigener Aggregator für Maklerbewertungen denkbar. Kombiniert mit gängigen Tools des Social Media Monitorings, etwa die automatische Einstufung der Stimmung eines Forenkommentars oder eines Tweets, der  Identifizierung von influencern u.ä., könnte das für Unternehmen wichtige Informationen liefern. Aber das ist ein anderes Thema.

Google Instant – Suchergebnisse in Echtzeit

In den letzten Tagen gab es schon mehrere Hinweise auf die neue Echtzeitsuche von Google. Scheinbar sind nun noch mehr User freigeschaltet. Ein Post im Google Blog gibt mehr Infos.

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Wie das am Beispiel Immobilien aussieht habe ich mal gescreenshotet. Nachdem Google Suggest bei dem Keyword Immobilien eine ganze Zeit von ImmobilienScout24 “gebranded” war, scheint diesen Platz nun Immonet eingenommen zu haben.

Auf den ersten Blick erscheint mir dieses Feature eher als nervig. Glücklicherweise läßt es sich deaktivieren.

W3B, Google, Immopionier, Hochschulranking

W3B-Studie

Mal wieder hat Fittkau & Maaß das Suchverhalten von Internetnutzern untersucht und in einer W3B-Studie veröffentlicht.  Befragt wurden 14.000 Internetnutzer, die in den letzten 12 Monaten umgezogen sind. Davon suchen 71 Prozent mit Internetanschluss gezielt online nach einer neuen Unterkunft, nur 34,6 Prozent nutzen noch die Kleinanzeigen aus der Zeitung. Wie immer gibt es auch diesmal wieder eine Art Ranking der Immobilienportale. Demnach lag die Vermittlungsquote unter den Befragten auf ImmobilienScout24 bei fast 50 Prozent, bei Immonet 8,9 Prozent und Immowelt 6,5 Prozent.

Google kauft ITA-Software

Das Thema passt jetzt nicht direkt in diesen Blog, ich finde es aber trotzdem irgendwie erwähnenswert. Google gab gestern in seinem Blog bekannt, den Serviceprovider und Softwarehersteller IFA übernommen zu haben, der Spezialist im Bereich Flüge ist und über entsprechend aktuelle Daten verfügt. Diese Daten möchte Google verwenden um eine (ausgefeiltere) Flugsuche (als bisher) anbieten zu können.

We’d like to make that search much easier, which is why I’m pleased to announce that today we have signed an agreement to acquire ITA, a Boston-based software company specializing in organizing airline data, including flight times, availability and prices. […] We’re confident that by combining ITA’s expertise as the leading developer of flight information software with Google’s technology we’ll be able to create great user innovations in flight search. (via)

Im April kursierten Gerüchte zu einer möglichen Übernahme. Ende letzten Jahres gab es ja auch wilde Gerüchte Google würde Trulia kaufen. Man bestritt alles und ein paar Tage später war das Thema mehr oder weniger vom Tisch.

Immopionier

Das noch in der Beta laufende Immopionier möchte mit ein paar Klicks alle großen Immobilienportale durchsuchen. Mit einer nett gemachten Kartennavigation kommt der Suchende schnell zu Ergebnissen und kann diese weiter filtern. Direkt vom Suchergebnis erfolgt die Weiterleitung an das jeweile Immobilienportale, auf dem die Immobilie eingestellt wurde.

Hochschulranking Immobilienwirtschaft

Studenten immobilienwirtschaftlicher Studiengänge haben erneut ihre Hochschulen bewertet. Insgesamt wurden mehr als 120 Studiengänge mit einem Immobilienschwerpunkt in sieben Kategorien benotet. Zu den Kategorien gehörten die Studieninhalte, Professorenkompetenz, Ausstattung, Hochschulstandort, Praxibezug, Aufbau und Organisation sowie das Studium im Ganzen.

Die Platzierung: 1. Bergische Universität Wuppertal, 2. HfWU Nürtingen-Geislingen und 3. Universität Regensburg

Google UK startet Immobiliensuche

Nachdem Google in den letzten Monaten bereits in Australien die Immobiliensuche eingeführt hat, ist seit heute nun auch die Immobiliensuche für Google UK über kleine Umwege erreichbar. Mit dabei sind kleinere Portale und Suchmaschinen wie Zoomf, Zoopla oder PropertyLive. Markführer wie Rightmove sind, ähnlich wie in Australien, nicht dabei.

Den Blog-Post von Google Produktmanager Andrew Foster gibt es im LatLong-Blog.

Google Immobilien-Kampagne in Australien

Google Australien hat heute eine Marketing Kampagne vorgestellt, welche die Vorzüge von Google Maps bei der Immobiliensuche herausstellen soll. Google hat außerdem Kooperationen mit großen Immobilienfirmen und mehreren Portalen geschlossen. Marktführer realestate.com.au ist jedoch nicht an Bord.

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Offline wird auch geworben:

Kauft Google Trulia.com?

Laut einem Artikel bei All Thinks Digital ist Google an der Übernahme von Trulia.com interessiert und befindet sich bereits in Übernahmeverhandlungen. Wie hoch der Kaufpreis sein könnte ist unklar. Es wird jedoch von einem Wert zwischen 150 und 200 Millionen US-Dollar ausgegangen.

Sollte Google tatsächlich zuschlagen und sich das Gerücht bewahrheiten, wird es spannend werden. In den letzten Monaten hatte Google bereits gezeigt, dass die Immobiliensuche in Zukunft eine größere Rolle bei dem Suchriesen spielen wird.