Befragung: Makler setzen zunehmend auf Social Media

Das neue Immobilien-Panel IPP von Immowelt hat eine Befragung zur Social Media Nutzung unter 1123 Immobilienmaklern durchgeführt.

Dabei kam heraus, dass ein Drittel der Befragten Social Media im Vertrieb und Marketing einsetzt, etwa 23 Prozent entsprechende Aktivitäten planen und ein knappes Drittel sich aus Überzeugung von Social Media fern hält.

Jeder Fünfte verspricht sich eine Vergrößerung des Kundenkreises, 15 Prozent nutzen Netzwerke zur Kontaktpflege, während 14 Prozent hier ein geeignetes Mittel zur Umsatzsteigerung und Unterstützung bei der Vermittlung von Immobilien sehen. Die bewussten Nicht-Nutzer versprechen sich entweder keinen Erfolg (27%) oder glauben ihre Kunden dort nicht anzutreffen (27%). Man fürchtet sogar, dass Social Media Aktivitäten Schaden könnten. Immerhin 6% sagen, dass ihnen das Thema zu kompliziert ist.

iMakler startet neu durch

Harald Blumenauer sorgte Ende 2007 für einige Aufregung mit seinem iMakler-Konzept, bei dem nicht der Käufer eine Provision bei erfolgreicher Vermittlung einer Immobilie zu zahlen hat, sondern der Käufer eine Pauschalgebühr von kanpp unter 1000,- entrichtet.

Anfang 2008 war man noch davon überzeugt, innerhalb der nächsten 5 Jahre zum größten Makler zu wachsen. In den vergangenen Jahren gab es noch weitere Firmen, die mit dem gleichen Geschäftsmodell an den Markt gegangen sind.

Nun hat iMakler laut Haufe den Insolvenzantrag gestellt:

„Leider ist es uns nicht gelungen, vor Abschluss der aussichtsreichen Gespräche mit Investoren, eine Zwischenfinanzierung unter und mit den Altgesellschaftern abzuschließen, insofern war es geboten, die Gesellschaft unter Gläubigerschutz zu stellen“ sagt Harald Blumenauer, Mitglied der Geschäftsleitung. „Hierin liegt auch eine Chance, das zukunftweisende Konzept, Verkauf von privaten Wohnimmobilien ohne hohe Provisionen, mit einer neuen Gesellschafterstruktur und verbesserten Systematik, weiter zu verfolgen“ so Blumenauer weiter. Das Management sei weiter vom zukunftweisenden Konzept überzeugt. Derzeit gäbe es weitere Gespräche mit Investoren. Bis zum Abschluss der Gespräche sollen, so Blumenauer, zusammen mit einem Insolvenzverwalter, die Geschäfte weitergeführt werden.

Twitter @anywhere

Twitter hat einen neuen Dienst mit dem Namen @anywhere angekündigt, mit dem sich Twitter einfacher und besser in bestehende Anwendungen integrieren lassen soll. Außerdem wird es wohl möglich sein, sich mit seiner Twitter-ID auf personalisierten Webseiten einzuloggen. Ähnlich wie z.B. Facebook-Connect.

Die Integration von Twitter war bisher mit der Twitter-API auch schon möglich. Jedoch sind dafür Programmierkenntnisse notwendig. Mit @anywhere soll das nun alles einfacher werden, denn ein kleines JavaScript reicht um Twitter künftig auf externen Seiten nutzen zu können ohne twitter.com besuchen zu müssen. Im Twitter-Blog werden Beispiele wie die direkte Kommentierung von Youtube-Videos oder das direkte followen von Autoren auf Nachrichtenseiten genannt.

Einen Nutzen sehe ich auch für Immobilienportale. So könnten beispielsweise Anbieter ihren Twitter-Account hinterlegen und Exposé-Besucher könnten direkt den Anbieter verfolgen, in einen Dialog treten, eigenen Followern empfehlen oder eine Immobilie zur Diskussion stellen. Das erinnert mich an die Funktion zur Diskussion einer Immobilie im Bekanntenkreis (Collaborative Mode), die ImmobilienScout24 Ende 2009 in ihrer Vision 2010 bereits angekündigt hatte.

Immobilien Video-Blog

Wie kann ein Makler die Zeit die er täglich im Auto verbringt sinnvoll nutzen? Er könnte zum Beispiel bloggen. Und da ein Notebook auf den Knien während der Fahrt unter Umständen nicht so gesund ist, hat Thomas Neubauer von immobilien-und-consulting.de aus Frankfurt ein Video-Blog gestartet, in dem er kurze Clips mit Beiträgen veröffentlicht, die während der Fahrt aufgenommen wurden. Als Plattform wird Youtube genutzt, die Episoden sind auf seiner Homepage verlinkt. Schöne Idee.

Umfrage: Diskontinuierliche Innovation in der Immobilienbrache

Ein Student schreibt zur Zeit seine Diplomarbeit am Lehrstuhl für Unternehmensführung der Uni Erlangen Nürnberg und möchte eine Befragung durchführen um ausreichend Daten sammeln zu können. Er bat mich um Veröffentlichung.

Die Arbeit befasst sich damit, wie Immobilienportale den Markt für Makler verändert haben, und wie junge Startup Firmen durch frühe Nutzung der Internetportale in den Markt eindringen konnten.

Fragen die u.a. untersucht werden sollen:

  • Marktanalyse vor- während und nach der Internet-Wachstumsphase
  • Wie sah die Branche aus, wie hat sie sich entwickelt, wie wird sie sich weiterentwickeln?
    (vor Internetboom ca. 1998 bis heute)
  • Wie war die Lage eines etablierten Immobilienmaklers, speziell in den Jahren des Aufkommens von Internetportalen (2000 – 2005)?
  • Wie konnten zu dieser Zeit relativ junge Start-Up Firmen in den Markt eindringen, vor allem durch Nutzung von EDV- und Internetkenntnissen?
    Hier sind gemeint:
    - EDV-Kenntnisse: speziell Maklersoftware, allgemein Office-Kenntnisse die etablierte Makler nicht hatten, da sie zu dieser Zeit für den neuen Trend nicht zugänglich waren.
    - Internetkenntnisse: Wissen und Fähigkeiten Onlineportale zur Kundenwerbung zu nutzen.
    - Wie entwickelt sich die Branche? Was sind Handlungsoptionen für heutige Immobilienmakler?
    - Verlagerung der Immobilienwerbung von Zeitungswerbung hin zu Onlinewerbung.

Stichtag für die Umfrage wäre der 15. Juni. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wird dann hier ca. 4-6 Wochen später veröffentlicht. Die Umfrage dauert etwa 15 Minuten.

Hier der Link zur Maklerbefragung

Texte outsourcen

Ein neues Angebot möchte das Problem einiger Immobilienanbieter angehen, dass Exposé-Texte oft von schlechter Qualität sind und bietet daher das texten von Überschriften, Lagebeschreibungen und Objektbeschreibungen an. Als Honorar wird ein Prozentsatz (10% der Kaltmiete bei Vermietungen und 0,001% des Verkaufspreises bei Kaufobjekten) der bei Erfolg fälligen Courtage verlangt. Als gewerblich tätiger Immobilienmakler kann man sich erst mal kostenlos einen Probetext erstellen lassen.