Google StreetView und der Datenschutz

In den letzten Tagen wurde wieder viel über Google StreetView diskutiert, das vermutlich irgendwann zwischen Ende 2008 und Anfang 2009 in Deutschland starten wird. Grund ist vor allem, dass die Gemeinde Molfsee, ein paar Minuten von Kiel entfernt, Google untersagen will die Straßen für StreetView abzufotografieren. Weitere Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein wollen sich ebenso gegen StreetView wehren.

Wer StreetView noch nicht in Aktion gesehen hat, möge sich dieses (leicht überspitzte) Video anschauen oder in Google Maps eine Stadt in den USA (z.B. San Francisco) im StreetView-Mode betrachten.

YouTube Preview Image

Nun haben sich auch die Datenschützer vom Kieler Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein (ULD) in einer Pressemitteilung dazu geäussert. Google wird in diesem Jahr keinerlei Aufnahmen in Schleswig-Holstein machen.

Das ULD hat auch eine ausführliche datenschutzrechtliche Bewertung zu StreetView veröffentlicht. In Punkt 2 wird das Thema Immobilien und Grundstücke beleuchtet. Da ich kein Jurist bin, sollte jeder den das interessiert selber lesen.

dies & das

Nach ein paar Tagen Schreibpause hier ein kleiner Rückblick, was sich so angesammelt hat.

Google will auch in Deutschland die Straßen für StreetView abfotografieren

Nachdem vor einiger Zeit bereits Autos mit Google-Logo und 360 Grad Kamera auf dem Dach in einigen europäischen Städten gesichtet worden, gibt es nun auch von Google eine offizielle Bestätigung, dass die Ausweitung von StreetView auch nach Deutschland geplant ist. Dass Gesichter oder KFZ-Kennzeichen erkannt werden, soll angeblich verhindert werden. StreetView ist eine Erweiterung von Google Maps, die es ermöglicht sich durch die Straßen abfotografierter Städte zu klicken. Dadurch erhält man einen guten Eindruck einer Straße oder ganzer Wohnviertel. via FTD

Digitale Zeitung zum anfassen
Einen Prototyp eines Din A4 großen LCD E-Paper gibt es von Epson. Für diejenigen, die lieber eine Old-School Papier-Zeitung in der Hand halten. Vielleicht gibt es ja bald wieder einen Ansturm auf Zeitungsanzeigen ;) via 01blog

Darf iMakler sich weiterhin Makler nennen?
Ob Harald Blumenauers iMakler sich weiterhin als Maklerunternehmen bezeichnen darf ist anscheinend unklar. Eine entsprechende Klage hat der IVD Nord eingereicht. Grund ist, dass iMakler eine einmalige pauschale Gebühr erhebt und damit nicht wie ein Makler erfolgsabhängig auf Provisionsbasis arbeitet. Damit wäre iMakler eher als Dienstleister zu betiteln. Ende April hatte ein Maklerunternehmen aus Düsseldorf bereits erfolgreich eine Unterlassung durchgesetzt, bei der es um zwei Zeitungsanzeigen ging, in denen nicht eindeutig ersichtlich war, dass es sich bei iMakler um eine Dienstleitung handelt.

ISA firmiert um in Markt.gruppe
Das Gemeinschaftsunternehmen ISA, dass 2003 von den drei Verlagen Holtz­brinck, Dr. Ippen und WAZ gegründet wurde und zu denen die Anzeigenportale Immowelt, stellenanzeigen.de, autoanzeigen.de, markt.de, motoso.de und trauer.de gehören, firmiert nun unter der neuen Dachmarke Markt.gruppe. Der neue Name soll für kontinuierliches Wachstum stehen und den Grundstein für weitere Expansionen legen. Als Claim hat man sich für Deutschlands großes Anzeigennetzwerk entschieden, das neue Logo soll nach und nach in den Medien bekannt gemacht werden.

Interview mit Google-Chef Eric Schmidt
Der Netzökonom Holger Schmidt hat mit Google-Chef Eric Schmidt ein umfangreiches Interview geführt. Interessant zu lesen.

RealSeekr.com

Das neue US-Portal RealSeekr.com vereinigt gleich mehrere Angebote für die Immobilienbranche unter einem Dach. Angeboten werden, neben einer normalen Immobiliensuche, auch Zwangsversteigerungen, Verzeichnis von Immobilienmaklern, Fragen & Antworten und Blogs. Demnächst soll noch ein Nachbarschaftsteil hinzukommen. Aufgebaut ist alles sehr in Richtung Community. Mehr dazu bei AgentGenius.com.

Nuroa sponsorte TechCrunch Meetup in Barcelona
Mike Butcher von TechCrunch hat auf seiner Europareise, auf der er allerei Startups besuchen möchte, auch in Barcelona halt gemacht. Gesponsort wurde das Event u.a. von der deutsch-spanischen Immobiliensuchmaschine Nuroa. Hier ein paar Fotos.

Immo-Clips.de gibt auf?
Schade, nach all den Ankündigungen der letzten Monate war die kürzliche Beteiligung einer Firma (über die sich nichts finden liess) an immo-clips.de wohl auch nicht das gelbe vom Ei. Nach anfänglicher Begeisterung wird nun von Betrug und einem baldigen Verkauf der Domains geredet. Etwas Ausführliches soll die Tage veröffentlicht werden.

trulia.com führt Maklerprofile ein

Trulia startet mit einigen interessanten neuen Features in den Frühling. In einem Exposé kann sich ein Interessent nun mit Google StreetView durch seine neue Wohngegend klicken (oder direkt in die Wohnung :) Hier ein von Google produziertes Video zur Integration von GoogleMaps bei Trulia.

Außerdem wurden Profile für Immobilienmakler eingeführt, auf denen Kontaktinformationen, Fotos, Tätigkeitsbereiche und Spezialitäten, Erfahrung und bis zu 20 Orte angegeben werden können, in denen der Makler tätig ist.

Wer beim Frage & Antwort Portal TruliaVoices aktiv ist, bekommt für sein Profil nach und nach eine gute Verlinkung innerhalb der Trulia-Webseite. Außerdem werden alle gestellte Fragen und gegebene Antworten im Profil sichtbar gemacht.

Neue Google Maps Features: StreetView und Mapplets

Google hat heute zwei neue Features für Google Maps bekannt gegeben. Zum einen die StreetView Ansicht, bei der ein Flash-Film gestartet wird, in dem man sich durch die Straßen navigieren kann, und zum anderen die Möglichkeit über sogenannte Mapplets zusätzliche Inhalte in eine Google Map einzubinden. Die StreetView-Ansicht ist bisher noch nicht für alle sichtbar. Wer schon mal einen Blick drauf werden möchte, kann sich Videos und Bilder dazu ansehen. Evtl. ist diese Ansicht auch bald in Google Earth verfügbar. Die Straßenansichten wurden mit einer Kamera aufgenommen, die über elf Linsen verfügt und zu jedem erfaßten Pixel die Geokoordinaten speichert.

Mapplets sind kleine Anwendungen, die sich in eine Google Map per iFrame laden lassen. Die Inhalte stammen nicht von Google, sondern von Dritten die diese vorbereitet haben. Ein Beispiel speziell für Entwickler bietet unter anderem die Google Real Estate Search an. Hier werden die Immobilienanzeigen aus Google Base in der Map dargstellt. Gleiches könnte auch von anderen angeboten werden, denn die Mapplets-API ist nicht sehr kompliziert. Ein Beispiel gibt es bei nearby.org.uk.