Der Hype um die 3D-Welt Second Life ist schon länger abgeklungen. Trotzdem wird weiter an 3D-Welten gearbeitet, die nicht nur auf modernere Technologien setzen, sondern auch andere Geschäftsmodelle verfolgen. Eine dieser 3D-Welten nennt sich Twinity und wird seit 2006 von dem deutschen Unternehmen Metaversum aus Berlin entwickelt. Einen umfangreichen Artikel zu Twinity gibt es bei forward2business.com, ein paar Bilder bei Golem.

Ein großer Unterschied zu Second Life ist die Verknüpfung mit dem realen Leben. Dinge die in Twinity mit der virtuellen Währung Globals erworben werden, können auch real im Online-Shop gekauft werden. Kommunikation ist über Voice-over-IP möglich, an eine Integration des www wurde gedacht. Außerdem gibt es weniger Freiheiten für die Avatars ihre Welt zu gestalten.

Gestern wurde die closed-Betaphase beendet und der virtuelle Nachbau eines Teils von Berlins vorgestellt. Dabei wurden etwa zehn Quadratkilometer der Berliner Innenstadt maßstabgerecht mit Häusern, Straßen, Lampen und Schildern umgesetzt. Und schon gibt es eine Knappheit am Immobilienmarkt. Denn die Wohnungen, die auch real in Berlin existieren, können in Twinity erworben, bezogen und eingerichtet werden. Das Interesse an einer virtuellen Wohnung in einem der bereits umgesetzen virtuellen Inviertel Berlin scheint schon währen der closed-Beta mit 10.000, überwiegend US-amerikanischen, Usern so groß gewesen zu sein, dass z.B. Wohnungen am Hackeschen Markt bereits knapp sind. Die Umsetzung weiterer Metropolen ist geplant. Neben der individuellen Einrichtung einer Wohnung können die Mitglieder virtuelle Galerien, Bars und Clubs besuchen, Shopping-Touren machen und Kontakte knüpfen. Auch Inworld-Geschäfte wie bei Second Life sind möglich. Mal schauen wann der erste Twinity-Immobilienmillionär auftaucht.

So sieht eine Wohnungsanzeige im Marktplatz von Twinity aus.